White Wolves holen Kellerduell gegen Fibalon Baskets Neumarkt deutlich

Am Sonntag kam es zum Aufeinandertreffen der beiden „Kellerkinder“ der 2. Basketball – Regionalliga Herren Süd, die White Wolves Passau gegen die Fibalon Baskets Neumarkt. In einem Spiel, das zur Mitte recht spannend war, konnten sich die TV`ler in der 2. Hälfte deutlich absetzen und am Ende verdient mit 96:69 als Sieger vom Feld gehen. Besondere Spannung bekam dieses Match dadurch, dass Neumarkt zuvor zwei Siegpunkte am „grünen Tisch“ zugesprochen bekommen hatte, weil Nördlingen erklärte, drei ausstehende Spiele nicht mehr wahr zu nehmen und für sich den Ligabetrieb eingestellt hatte, darunter das ausstehende Spiel gegen Neumarkt. Die Begründung, schon Meister zu sein, die Punkte nicht mehr zu brauchen und auch die Strafpunkte gerne in Kauf zu nehmen, führte zu Verstörung und Irritation im Passauer Lager, wurden doch so dem Samstags -  Gegner Punkte „geschenkt“, die er höchstwahrscheinlich auf dem Spielfeld nicht erreicht hätte. Mit Sportlichkeit und Fairness hat das nach Meinung der White Wolves – Führung nichts zu tun. Deshalb die Brisanz, waren doch die Oberpfälzer plötzlich trotz der Samstagsniederlage gegen Milbertshofen nun einen Sieg voraus.

Passau konnte diesmal neun Akteure aufbieten, Neumarkt deren sieben, Manuel Eggs coachte die Hausherren.  Am Anfang beide Teams recht zerfahren, aber Passau versuchte sich in einer druckvollen Mann – Defense. Der Start gelang und man führte schnell 13:3. In der 5. Minute scorte Julian Grossmann nach einem „Coast to Coast – Run“ zum 15:8, dann fing man sich ein 2:8 ein und am Viertelende war eine 27:23 – Führung der Dreiflüssestädter auf dem Board.

Am Beginn des 2. Abschnitts lief es etwas zäh, Neumarkt versuchte, das Spiel langsam zu machen, die Wolves ließen es sich aufdrücken. In Minute 13 der Führungswechsel zum 31:32. Doch dann kam mit Linus Krinninger frischer Wind und nach drei schnellen Kontern stand es wieder 39:34 für die Donaustädter. Immer dann, wenn Passau schnell in die Offensive umschaltete, bekamen die  Gäste Probleme. Mit Ende des 2. Viertels ein Dreier des Gästespielers Richter, 47:47 zur Halbzeit – alles offen (Viertel 20:24).

Der 3. Abschnitt startete mit furiosen Wolves. Kämpferisch, schnell und mit einigen Ballgewinnen aus der Abwehr heraus legte man ein 10:0 auf den Court. Die Gäste, die erst nach knapp 5 Minuten den ersten Zähler nach der Halbzeit in die Reuse brachten, überfahren. Eine starke Phase von Lion Gorgas mit 9 Punkten. Den 2. Teil des 3. Viertels übernahm dann Henry Stamer, der auf teils „Zuckerpässe“ von Brian Morris 7 Zähler markierte. Der Abschnitt ging mit 28:11 an die White Wolves, Spielstand in der Viertelpause 75:58.

Jetzt stand auch der direkte Vergleich zur Debatte (Sieg mit mindestens 14 Punkten). Und Passau dominierte die Begegnung weiter mit intensiver Defense und etlichen Transition – Aktionen in der Offensive. In der ersten Viertelhälfte (4.) spielte sich Ivan Babic mit 8 Punkten in die Herzen der ca. 100 Zuschauer, die zum letzten Heimspiel in dieser Saison gekommen waren. Bis in Minute 35 ein Passauer 12:2 – Lauf. Die Gäste wieder erst nach ca. 5 Minuten mit dem ersten Zähler. Nach ein paar unkonzentrierten Aktionen war nur mehr die Frage, ob die Wölfe den direkten Vergleich über die Ziellinie bringen konnten. Und sie konnten. Der erfahrene Center Frano Bilandzija scorte 4 Punkte und setzte einen sehenswerten und umjubelten Block gegen den Fibalon - Center Bauer. Mit 95:69 endete die Partie für die White Wolves (4. Viertel 28:11). Die Wölfe hatten Krallen gezeigt, als Team gespielt und verdient gewonnen.

Situation: Passau hat die „rote Laterne“ auf Grund des gewonnenen direkten Vergleichs an Neumarkt abgeben können. Neumarkt hat noch zwei ausstehende Spiele (nächstes Wochenende daheim Leitershofen II, auswärts München Basket), Passau noch drei (nächste Woche SB München, in zwei Wochen Wolnzach, München Basket, alle auswärts). So kann also noch viel passieren in Sachen direkter Abstieg. Hätten die Neumarkter in Nördlingen beim bisher ungeschlagenen Tabellenführer antreten müssen, hätten sie bei einer zu erwartenden Niederlage jetzt zwei Siege gebraucht, um Passau zu überholen. So ist es nur einer, aber vielleicht gelingt ja den Niederbayern ein Coup bei den offenen Begegnungen. Übrigens können beide Teams theoretisch auch noch die Hellenen München überholen, die nur mit einem Sieg Vorsprung vor Passau und Neumarkt liegen, aber mit ihrem Ligaprogramm schon fertig sind.

Abteilungsleiter Peter Grimm: „Jetzt erst einmal aufatmen und freuen. Ein schönes Finale daheim. Die Mannschaft hat Herz gezeigt und eine gewisse Abgeklärtheit bewiesen. Ich freue mich für sie.“

Spieler Passau: Henry Stamer 28, Brian Morris 17, Lion Gorgas 17, Linus Krinninger 12, Ivan Babic 8, Julian Grossmann 7, Frano Bilandzija 6, Jorge Sanchez, Anton Ageev.

Beste Scorer Neumarkt: Anthony Francis II 20, Maximilian Richter 13, Maximilian Bauer 12, Fabian Richter 11, Alexander Raum 10.

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