Spurs-Express überrollt Weilheim

Die Dachau Spurs ließen dem TSV Weilheim von Beginn an nicht den Hauch einer Chance. Das 99:61 (53:22) war zugleich der mit Abstand höchste Sieg der 1865-Basketballer in dieser Saison in der 2. Regionalliga Süd. Die Spurs haben sich damit auf den fünften Platz vorgearbeitet.

Die Gäste aus Weilheim gerieten schon im ersten Viertel unter die Räder. Gegen die lauf- und einsatzfreudige Raumverteidigung der Dachauer sahen sie überhaupt kein Land. Angesichts personeller Probleme auf den korbnahen Positionen hatte 1865-Trainer Igor Jurakic aus der Not eine Tugend gemacht und im Training zuletzt den Fokus auf die „Zonenverteidigung“ gelegt. Höchst erfolgreich, wie die Zuschauer gegen Weilheim beobachten konnten. Diese wurden derart unter der Druck gesetzt, dass sie ein ums andere Mal den Ball verloren oder zu bedrängten Abschlüssen gezwungen wurden.

Ja, die Spurs-Verteidigung arbeitete so effektiv, dass sie bis zur zehnten Minute im ersten Viertel keinen einzigen aus dem Feld heraus erzielten Korberfolg der Weilheimer zuließen. Über 9:0 (2.) und 23:2 (8.) zogen die Hausherrn davon. Gerade mal zwei Punkte gelangen den konsternierten Gästen also in den ersten acht Minuten.

Aus der Defensive holt man sich Selbstvertrauen für die Offensive, heißt es im Basketball. Das bestätigten die Dachau Spurs beinahe lehrbuchmäßig. Sechs verschiedene Akteure hatten am Ende des ersten Viertels bereits gepunktet, am Ende des Spiels hatten sich dann alle zehn eingesetzten Spieler mit mindestens vier Zählern in die Scorerliste eingetragen.

Normalerweise entscheidet das erste Viertel nicht über den Ausgang eines Basketballspiels, diesmal war es so. Die Weilheimer sollten sich von diesen ersten zehn Minuten nicht mehr erholen. Denn die Dachauer blieben vorne wie hinten weiterhin sehr konzentriert, bauten so im zweiten Viertel ihren Vorsprung auf 30 Zähler aus – zur Halbzeit stellte sich dem Betrachter nur die Frage nach der Höhe des Spurs-Sieges, angesichts der 53:22-Führung.

Vergeblich versuchte Gästecoach Darry Millwood in Auszeiten, Viertel- und Halbzeitpause in die Spur zu bekommen – trotz der auf Dachauer Seite angesichts des deutlichen Vorsprungs verständlicherweise etwas nachlassenden Konzentration gewann der Hausherr auch das dritte und das vierte Viertel.

„In solchen Spielen weiß man, warum man trainiert hat“, schwärmte Spurs-Trainer Igor Jurakic anschließend von seiner Mannschaft. Die scheiterte an diesem Abend nur bei einem einzigen Vorhaben: die 100 Punkte-Marke zum erstenmal zu durchbrechen. Jurakic nahm deshalb eigens eine Auszeit mit weniger als einer Minute Spielzeit verbleibend. Und zwei, drei Mal bot sich in den Schlusssekunden tatsächlich einem Dachauer diese Möglichkeit. Doch dieser letzte Ball wollte einfach nicht mehr in den Korb. Die Spurs konnten das einzige Erfolgserlebnis der Weilheimer an diesem Abend verschmerzen.

Spurs: Corni Glück 22 (2), Steffen Haberland 14 (2), Erik Wester 14 (4), Sam Scheurich 12 (1), Manu Prediger 9 (1), Daniel Bekel 8, Tim Samanski 8, Paul Bruch 4, Dario Crnaric 4, Tassilo Matthes 4.

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