Knapper Heimsieg für schwabach

Am Samstag konnte Trainer David Muck zwar nicht auf seinen Co-Trainer zurückgreifen, der selbst in der Bayernliga als Spieler in Augsburg im Einsatz war, dafür aber auf sage und schreibe zehn Spielerinnen. Neben der Rückkehrerin nach langer Verletzungspause Kerstin Clauß, stand endlich wieder Lineke Przybille im Kader. Julia Gentsch noch extra zu erwähnen ist mittlerweile fast überflüssig, da sie wirklich immer zuverlässig in Trainings und Spielen zur Verfügung steht.

Die Gastgeberinnen hatten sich offensichtlich einiges vorgenommen und starteten wie die Feuerwehr. Zwei Mal jenseits der Dreipunktelinie und zwei Mal am Korb konnten die Gastgeberinnen punkten und so stand es nach drei Minuten 10:2. Anschließend wachten auch die Gastgeberinnen auf, die mit Fanny Szittya eine Ex-Bundesligaspielerin auf der Aufbauposition zu bieten haben. Auf sie hatte man sich zwar extra vorbereitet, dennoch gelang es ihr immer wieder durch sehr gute Entscheidungen zu punkten. 20:16 nach zehn Minuten.

Im zweiten Viertel passierte verhältnismäßig wenig. Nördlingen ging für wenige Sekunden in Führung, was aber schnell wieder korrigiert werden konnte und man mit einem hauchdünnen Vorsprung in die Halbzeitpause ging. Bereits jetzt war abzusehen, dass dieses Mal die Spielzeit offenbar deutlich ausgeglichener verteilt werden sollte als in Chemnitz, um die Intensität kostant hochhalten zu können. 31:27

Im dritten Viertel weiter eine hochintensive Partie, in der Nördlingen nun erstmals mit vier Punkten in Führung gehen konnte - Auszeit Schwabach. Nach einer etwas lauteren Ansprache, besannen sich die Mädels wieder auf ihre Stärken und konnten schnell durch vier Punkte am Korb ausgleichen - Auszeit Nördlingen. Schlusspunkt des Viertels setzte dann Youngster Linni Przybille mit zwei leichten Punkten nach eigenem Ballgewinn. 43:41

Die Führung schwankte hin und her. Drei Dreier für Schwabach in den ersten sechs Minuten des Schlussabschnitts brachten die eigenen Farben wieder mit 56:47 in Führung. Eine Vorentscheidung? Weit gefehlt. Nördlingen kämpfte, biss und konnte so verdientermaßen in der 40. Minute ca. 20 Sekunden vor dem Ende mit einem Freiwurf ausgleichen. Es drohte die nächste Verlängerung. Schwabach hatte den letzten Angriff und konnte das Spiel in der regulären Spielzeit eigentlich nicht mehr verlieren. Apropos verlieren - Nördlingen verlor für einige Sekunden in dieser entscheidenden Phase den Überblick in der Verteidigung und vergas Theresa Heinz völlig verlassen unter dem Korb. Sara Hansel fand ihre Mitspielerin, die ohne Mühe wieder eine Führung herstellte. Noch zehn Sekunden und Auszeit Nördlingen. Allen Beteiligten war klar, wer den letzten Wurf auf Seite der Gäste nehmen soll - Fanny Szittya. Genau so kam es auch, wobei sie schon über drei Spielerinnen hinweg hätte treffen müssen. Sara Hansel sichert sich den Rebound und ein schnelles Foul der Gäste. Mannschaftsfouls? Noch lange nicht. Damit keine Freiwürfe, sondern Einwurf Schwabach bei noch vier Sekunden auf der Uhr. Auszeit Schwabach, um den Ball schonmal in die Gästehälfte zu bekommen. Einwurf funktioniert, schneller Pass, damit nicht gefoult werden konnte und das Spiel war vorbei! Heimsieg. 60:58

Ein weiterer Krimi, der den Trainer um weitere vier Jahre hat altern lassen. Ein wirklich intensives Spiel, dass beide Mannschaften unbedingt gewinnen wollten. "Dieses Mal war das Glück auf unserer Seite, was sich die Mädels aber auch verdient haben.", fand Trainer David Muck. Viel zu bemängeln gab es bei diesem Spiel für die Trainer nicht. "Vielleicht hätte man die herausgespielten Chancen aus den einstudierten Plays effektiver nutzen können, aber daran kann man arbeiten und wird es hoffentlich direkt im Pokal umsetzen.", suchte Assistant Coach Rapke einen Ansatzpunkt.

Es spielten: Katha Kreklau (13 Punkte), Anna Furman (11), Sara Hansel (10), Kerstin Wägner (10), Theresa Heinz (9), Miriam Schlüter (4), Lineke Przybille (2), Diana Fett (1), Kerstin Clauß und Julia Gentsch

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