Nördlingen bringt Tabellenführer an den Rand einer Niederlage

noerdlingen tsvTSV Nördlingen - TV Schwabach    72:78 n.V.

Am vergangenen Wochenende hatten die Regionalliga-Damen des TSV den derzeitigen Tabellenführer aus Schwabach zu Gast. Ein Blick auf die bisherigen Spielergebnisse der Gäste zeigte nur allzu deutlich, dass es eine echte Herausforderung werden würde, gegen diese Mannschaft zu bestehen. Aus ihren absolvierten Partien gingen die Mittelfranken stets als klarer Sieger hervor und ließen daran von Anfang an keinen Zweifel aufkommen.

Zu Beginn des Spieles machte es dann ganz den Eindruck, als würden auch die Nördlingerinnen so enden wie alle Gegner der Schwabacherinnen. Die Gäste starteten sehr stark und versenkten bereits in den ersten fünf Minuten drei Dreipunktwürfe zum 6:17. In dieser Phase wurde die Heimmannschaft vor allem durch ihre Aufbauspielerinnen Fanny Szittya und Katharina Schenk im Spiel gehalten, die selbst immer wieder den Abschluss suchten und so verhinderten, dass man noch weiter ins Hintertreffen geriet. Dieses Bild sollte sich auch bis zur Pause nicht ändern. Die Schwabacherinnen punkteten nahezu beliebig und trafen beinahe alle ihre Distanzwürfe, während die Rieserinnen sich abmühten, irgendwie den Anschluss zu halten und eher die Lichter aus schossen als den Korb zu treffen. Als Resultat dieser wenig ansehnlichen Leistung stand zur Halbzeit ein 27:40-Rückstand auf der Anzeigetafel.

Nach der Pause erreichte die Offensivleistung der Nördlinger Mädels dann, wie schon in den vorigen Spielen, ihren absoluten Tiefpunkt. Nachdem fast fünf Minuten lang nicht ein einziger Punkt auf das Konto der Heimmannschaft gebucht werden konnte, waren die Gäste auf 18 Zähler davongezogen. Zu diesem Zeitpunkt hatte wohl auch der letzte treue TSV-Fan die Hoffnungen auf einen Sieg längst begraben und wartete ergeben das Ende der Katastrophe ab. Was dann folgte war verständlicherweise unglaublich und traf alle Beteiligten ziemlich überraschend. Die Nördlingerinnen entdeckten mit einem Schlag ihre Fähigkeit Basketball zu spielen und legten einen 28:6-Lauf bis zum Ende des dritten Viertels hin. Neben einer hervorragenden Verteidigungsarbeit, in der immer wieder sehenswerte Ballgewinne heraussprangen, stellte das Angriffsspiel der Heimmannschaft die Schwabacherinnen vor echte Probleme. Ursprung dieses Offensivspektakels, war zum einen Pauline Steinmeyer, die jeden ihrer vier Freiwürfe verwandelte und bei ihren energischen Zügen zum Korb die Verteidigung der Gäste einfach stehen ließ. Zum anderen waren da Katharina Schenk, mit 20 Punkten Topscorerin des Spiels war, und Louisa Mussgnug, die ebenfalls mit einer blitzsauberen Freiwurfquote glänzte. Beide verwandelten immer im Wechsel ihre Dreipunktwürfe als hätten sie nie etwas anderes getan und brachten es so auf insgesamt vier Dreier in drei Minuten. Hinzu kam, dass sich der Schwabacher Trainer kurz vor Ende des Viertels so über eine Entscheidung der beiden Unparteiischen aufregte, dass er die Halle verlassen musste und die Spielerinnen des gegnerischen Teams auf sich allein gestellt waren. Die größte Unterstützung ab der „großen Wende“ waren allerdings die Zuschauer, die die Halle regelrecht zum Beben brachten und jede gute Aktion der Mädels mit Jubelschreien bedachten. Von dieser Atmosphäre zu Höchstleistungen angetrieben, hatte man vor dem letzten Spielabschnitt die Partie gedreht und ging mit einem Spielstand von 55:51 ins letzte Viertel.

Und dort zeigten dann sie Gäste, dass sie unter keinen Umständen gewillt waren aufzugeben. Während auf Seiten der Heimmannschaft Fanny Szittya und Anett Sredl, die ihre hervorragende Technik unter den Körbe geschickt einsetzte, für Zählbares sorgten, ließen sich die Mittelfranken einfach nicht abschütteln. 14 Sekunden vor Ende gelang den Gästen schließlich der Ausgleich. Leider konnten die Nördlingerinnen nicht mehr punkten, folglich ging das Spiel in die Verlängerung.

In einer äußerst spannenden und umkämpften Overtime konnten dann die Schwabacherinnen die Oberhand gewinnen. Am Ende hatte die Heimmannschaft nichts mehr entgegenzusetzen und musste eine wahnsinnig bittere 72:78-Niederlage hinnehmen. Besonders für das unglaubliche Nördlinger Publikum hätte man sich den Sensationssieg natürlich gewünscht, doch wie es im Sport manchmal so ist blieb am Ende nur die Enttäuschung.

Für Nördlingen spielten: I. Schenk, P. Steinmeyer (10), K. Schenk (20/2 Dreier), F. Szittya (14), L. Mussgnug (12/2), P. Wittig (2), S. Keller (2), M. Modrzik, A. Sredl (6), K. Gerstmeyr (6)

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