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Marktheidenfeld sichert sich frühzeitig die Meisterschaft

TV Marktheidenfeld – TS Jahn München II 75:57 (43:31)

Nach fünf Bayernliga-Meisterschaften benötigte Aufsteiger TV Marktheidenfeld eine Klasse höher gerade einmal 19 Spiele für den ersten Regionalligatitel. Den vorläufigen Schlusspunkt unter den rekordverdächtigen Durchmarsch setzten die TVM-Girls am Samstagabend mit dem verdienten Erfolg im Spitzenspiel über Verfolger TS Jahn München II.

Es war der elfte Sieg in Folge. Damit ist Marktheidenfeld drei Spieltage vor Saisonende nicht mehr einzuholen. Da München nicht gewillt war, nur Spalier für den designierten Meister zu stehen, und heftigen Widerstand leistete, sahen die 250 Zuschauer in der Renkhoff-Halle von Beginn an ein intensives, hart umkämpftes Match, in dem die Barthel-Schützlinge noch einmal ihr ganzes Können aufbieten mussten. Erst drei Minuten vor dem Ende (61:50, 38.) ließen die Gäste endgültig abreißen.

Mit ihrer aggressiven Verteidigung gestatteten die konditionsstarken Gäste dem TVM keine leichten Punkte. Doch die TVM-Frauen zeigten sich unbeeindruckt und bekamen das Match schnell in den Griff, auch wenn der Gast ihre Zonenpresse anfänglich ein paar Mal überwand. Münchens Dreier zum 2:3 (2.) sollte die einzige Führung der Gäste bleiben. Der TVM zeigte mehr Konzentration beim Abschluss und verbuchte die höhere Trefferquote. Da Marktheidenfelds Topwerferinnen Eva Barthel und Margret Pfister eng genommen wurden, setzten zunächst Ines Liebler und Franziska Riedmann die Akzente in der Offensive. An der 27:14-Führung nach dem ersten Viertel hatten aber auch die Ergänzungsspielerinnen ihren Anteil.

München konnte den Rückstand zwar noch einmal unter zehn Punkte drücken (33:25, 15.). Gegen das geniale Zusammenspiel von Raphaela Jochimczyk und Pfister waren die Landeshauptstädter aber machtlos. Die Pausenführung blieb auch deshalb zweistellig, weil der TVM den Rebound beherrschte, vor allem Franziska Riedmann arbeitete unter dem eigenen Korb hervorragend.

Nach dem hart umkämpften dritten Viertel (10:5) hatte der TVM seine Führung auf 17 Zähler (53:36) ausgebaut. Diese blieb bis fünf Minuten vor dem Ende konstant (49:42, 35.). Jahn gab sich aber noch nicht geschlagen, ging weiterhin hohes Tempo und kam durch zwei Dreier noch einmal auf 61:50 (38.) heran. Der anschließende Versuch, den TVM mit taktischen Fouls an die Linie zu zwingen, um Zeit zu gewinnen, scheiterte jedoch. Die TVM-Girls bewiesen Nervenstärke und verwandelten neun von zehn Freiwürfen zu ihrer, vom Publikum mit „Standing Ovations“ gefeierten, ersten Regionalliga-Meisterschaft. „Entscheidend war unsere starke Leistung in der ersten Halbzeit. Die Pausenführung haben wir trotz kleinerer Schwächephasen durch eine gute Teamdefensive letztlich souverän verteidigt“, machte Trainer Fabian Barthel seinen Schützlingen ein „Gesamtkompliment“. Nachdem sich die Spielerinnen bei ihren Fans plakativ für die „Unterstützung“ bedankt hatten, kam Coach Barthel um eine Bierdusche nicht herum. Durch den Titelgewinn hat Marktheidenfeld das Aufstiegsrecht in die Zweite Bundesliga. Eine Entscheidung darüber ist, laut Abteilungsleiter Thomas Barthel, aber selbstredend „noch nicht gefallen“.

Marktheidenfeld: Pfister 22, Jochimczyk 18, F. Riedmann 11, Liebler 10 (1 Dreier), E. Barthel 9, Merkle 2, Gmeiner 2, Sigloch 1, I. Gerberich. Freiwurfquote: 69 Prozent (18 von 26). München: Ulig 15 (3), Sturm 11 (2), Streng 7, Oltersdorf 6, Obländer 5, Morf 5 (1), Molz 4, Einertshofer 4. Freiwurfquote: 55 Prozent (5 von 9). Stationen: 2:3 (1.), 15:8 (5.), 20:10 (8.), 27:14 (10.), 31:21 (13.). 33:25 (15.), 43:31 (20.), 49:34 (24.), 53:36 (30.), 59:42 (35.), 61:50 (38.), 75:57 (40.). Zuschauer: 250.

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