Spurs mit neuen Gesichtern

Ein gutes Pflaster ist die Gebrüder-Apfelbeck-Halle nicht gerade für die Dachau Spurs. In den beiden vergangenen Spielzeiten nach dem Abstieg aus der 1. Regionalliga gab es dort für die 1865-Basketballer nichts zu holen, setzte es zwei Niederlagen gegen die MIL Baskets. Insofern sehen die Spurs dem Saisonauftakt mit gemischten Gefühlen entgegen, der am Samstag, 30. September, eben im „Apple-Dome“ in Milbertshofen stattfindet.

„Wir tun uns immer schwer in Milbertshofen, die Mannschaft liegt uns überhaupt nicht“, findet auch 1865- Coach Werner Mühling. Er hat zwar einen größeren Kader zusammen als in der vergangenen Saison, doch einerseits ist das Team aufgrund der beiden späten Neuzugänge Qendrim Hajdaraj und Igor Jurakic noch nicht wirklich eingespielt. Und andererseits ist eine Reihe von Akteuren angeschlagen oder fällt derzeit ganz aus. So sind morgen Aufbauspieler Karol Firek (Kapselverletzung am Handgelenk) und Julius Glück (krank) nicht dabei. Ein großes Fragezeichen steht hinter dem Einsatz von Matheus Holderer de Vasconcelos (Knie).

Der heuer große 16-Mann-Kader der 65er besteht aus einer Mischung mit vielen jungen Eigengewächsen und erfahrenen Recken. Allein fünf 17-Jährige sind darunter, insgesamt sind neun Akteure 21 Jahre oder jünger – allesamt Youngsters aus dem eigenen Nachwuchsbereich.

Die jungen „Wilden“ sind also in der Überzahl, da kann dann auch Kapitän Sebastian Hufgard mit seinen 34 Jahren nichts daran ändern, dass die Mannschaft einen Altersdurchschnitt von 22,5 Jahren aufweist. Co-Käpt’n und Vertreter der Jugend ist der 21-jährige Corni Glück.

Dem Team erhalten geblieben sind Karol Firek, Flo Widmann, Tassilo Matthes, Corni Glück, Steffen Haberland, Akin Arpac und Sebastian Hufgard.

Nicht mehr dabei sind Johannes Schwarz (Karriereende), Thomas Pieciak (München Basket), Caleb Willis (unbekannt) sowie Manu Prediger (ein Jahr USA-Aufenthalt). Deshalb ist Trainer Werner Mühling froh über die drei „echten“ Neuzugänge, die allesamt viel Basketball-Erfahrung aufweisen:

Matheus Holderer de Vasoncelos stammt aus Sao Paolo. Der 25-jährige Brasilianer ist im März zusammen mit seiner deutschstämmigen Gattin nach Fürstenfeldbruck gezogen. Der vielseitig auf den Positionen 1 bis 4 einsetzbare Forward war in den Vorbereitungsspielen schon Dreh- und Angelpunkt in seinem neuen Team.

Eine Verstärkung ist auch Qendrim Hajdaraj. Der 27-jährige Slowene lebt seit zwei Jahren in Deutschland, hat zuletzt in Oberhaching (1. und 2. Mannschaft) gespielt. Nach dem Karriere-Ende von Johannes Schwarz ist 1,97-Meter-Mann Hajdaraj die dringend benötigte korbnahe Verstärkung.

Zuletzt kam auch noch Igor Jurakic an Bord. Als Spieler in Landshut, Vilsbiburg und zuletzt bei DJK SB München hat der 30-Jährige immer wieder gute Spiele gegen Dachau gemacht, sowohl in 1. als auch 2. Regionalliga. Deshalb ist 1865-Coach Werner Mühling froh, "dass wir ihn jetzt in unseren Reihen haben".

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