Spielberichte

Spurs-Sieg nichts für schwache Nerven

Nachdem die Spurs in den vergangenen Jahren bei Vorbereitungs-, Pokal- sowie Punktspielen die Halle an der Fischer-von-Erlach-Straße stets als Verlierer verließen, legten sie diesen kleinen Fluch jetzt endlich ab. Bis der 87:85-Erfolg bei DJK SB München unter Dach und Fach war, durchlebten Spieler, Trainerstab und mitgereiste Spurs-Fans allerdings ein Auf und Ab in heuer selten dagewesener Form.

87:85, noch fünf Sekunden auf der Uhr, Einwurf der Spurs in der gegnerischen Hälfte, das müsste doch reichen? Es ist typisch für dieses Spiel, dass es doch noch fast schief geht für die Spurs. Denn die Pasinger erobern mit geschickter Überzahlverteidigung tatsächlich noch einmal ohne Foul den Ball. Und die Spurs müssen ihrerseits in der Defensive darum kämpfen, dass die Hausherrn keinen richtigen Wurf mehr losbringen – der aus acht Metern von einem Münchner abgefeuerte Ball verhungert auf dem Weg zum Korb.

Ein „würdiges“ Ende einer zerfahrenen Partie, in der die Spurs meistens den Ton angaben, mit vielen Leichtsinnsfehlern aber eben auch herausgespielte Führungen stets wieder herschenkten.

Unter dem Korb war Akin Arpac erneut eine Bank, setzte sich trotz klarer Größennachteile immer wieder im „Eins-gegen-Eins“ gegen Oliver Russ und Sebastian van Gosen durch. Auf der Aufbauposition dirigierte Youngster Karol Firek souverän seine Nebenleute, der 19-Jährige leistete sich als einer der wenigen kaum Fehler. Und auf den Flügelpositionen war mit Corni Glück, Caleb Willis und Manu Prediger ordentlich Feuerkraft vorhanden. Aus der Halbdistanz überzeugte zudem wie seit Wochen Sebastian Hufgard mit enormer Treffsicherheit.

Lediglich zu Beginn des zweiten Viertels leisteten sich die Dachauer eine kleine Schwächephase (24:33/14.), kämpften sich aber wieder heran. Als sie sechs Minuten vor Schluss klar führten (74:65), schien alles gerichtet. Doch die Gastgeber gaben noch nicht auf, im Gegenteil: Mit vier Wahnsinnsdreiern innerhalb von zwei Minuten – insgesamt trafen die Pasinger 13 Mal aus großer Distanz – glichen sie nicht nur aus, sie gingen gar in Führung (83:78). Die Spurs waren kurzzeitig geschockt.

Akin Arpac und Dachaus Bester an diesem Nachmittag, Manu Prediger, erholten sich am schnellsten und glichen wieder aus. Und als Prediger mit einem Dreier aus der Ecke seine Farben in der Schlussminute wieder in Führung brachte, gaben die Spurs diese danach nicht mehr her. Auch wenn sie noch besagte dramatische Schlusssequenz zu überstehen hatten.

Etwas Licht und zu viel Schatten bei den Fröschen im Heimspiel gegen Dachau

Das sonntägliche Heimspiel der DJKler gegen Dachau versprach eine knappe Partie zu werden.

Laut Tabelle sollten beide Teams auf Augenhöhe agieren. Die Frösche mussten zwar auf ihren privat verhinderten Topscorer Igor Jurakic verzichten. Coach Kharchenkov war aber nach der Abstinenz in der Vorwoche wieder auf der Bank.

Es entwickelte sich dann eine muntere und knappe Partie mit viel offensiven Aktionen und diversen Führungswechseln. Im ersten Viertel konnten beide Teams viel scoren- was an hohen Trefferquoten und nicht optimal abgestimmter Teamdefense lag. 23:24 stand nach der ersten Sirene auf der Tafel.

Im zweiten Abschnitt setzten sich die Gäste kurzzeitig ab. Zum Ende der ersten Halbzeit schafften es die Frösche aber mit einigen gut ausgespielten Angriffen und Fast Breaks sich wieder in Schlagdistanz zu bringen.

Nach der Pause ging bei den Hausherren im Angriff immer wieder die Ordnung verloren und es wurden zu selten geschafft die Großen unter dem Korb zu finden. Die Dachauer punkteten ihrerseits allerdings auch nicht mehr so stark. Das Spiel blieb ausgeglichen mit Vorteilen für den DJK bis zur 38 Minute.

Es lief wieder einmal auf darauf hinaus, dass beide Mannschaften die Partie bis zum letzten Angriff gewinnen konnten: Eine halbe Minute vor Schluss gelang den Dachauern ein Dreier zur Führung. Im Anschluss wurden von Seiten des DJK nur noch fahrige Angriffe gelaufen. Die Gäste punkteten noch einmal von der Linie. Jeweils ein Turnover pro Team später hatte Bikandi dann doch mit wenigen verbleibenden Sekunden auf der Uhr die Chance auf den Sieg von der Dreipunktlinie. Mit der Hand des Verteidigers im Gesicht geriet die Flugkurve des Balles allerdings etwas zu hoch. Der Wurf geriet zu kurz und somit wurde das Spiel verloren.

 

SouveränEr 101:63 Sieg der OSB HELLENEN in Ingolstadt

Der Spitzenreiter zu Gast beim sieglosen Tabellenletzten. Nach der knappen Heimniederlage im Derby gegen München Basket wollte der Aufsteiger wieder zurück in die Erfolgsspur.

Nach starkem Start und schneller zweistelliger Führung hörte der Tabellenführer für 15 Minuten komplett mit dem Basketballspielen auf. Ingolstadt gewann durch einige Distanzwürfe an Selbstvertrauen und gestaltete das Spiel bis zur Halbzeit auf Augenhöhe (44:41).

Im 3. Viertel argierten die Münchener wieder konzentrierter und entschieden diese 10 Minuten mit 23:7.

Auch der Schlussabschnitt war eine einseitige Angelegenheit. Ein 34:15 Viertelergebnis rundete den 101:63 Sieg bei den Schanzern ab. 

Ein Pflichtsieg und weiterer Schritt zum Aufstieg für OSB Hellenen.

SLAMA JAMA Herren 1 gewinnt daheim in einer umkämpften Partie am Ende souverän gegen Gäste aus Passau

Mit einem Sieg gegen Passau wollte man einen weiteren wichtigen Schritt machen um auch den Drittletzten Platz weiterzureichen. Die Vorgaben waren klar: die 98 kassierten Punkte aus dem Hinspiel dürfen sich nichtgroebenzell 1 wiederholen. Hierfür sollte vor allem der 1. Passweg sowie der Ballführende deutlich mehr unter Druck gesetzt werden. Das Spiel begann allerdings zerfahren: Nach einem Dreier zu Beginn durch Passau folgte ein 8-2 Run der Slamas, der allerdings nicht für die nötige Sicherheit sorgte. Im Gegenteil: Man ließ in der Defence jeglichen Einsatz vermissen und gleichzeitig agierte man in der Offence unstrukturiert und kopflos. Folge war ein 13-3 Run der Gäste und eine Auszeit des Gröbenzeller Coaches. Da die Jungs sich die letzten 3 Minuten wieder an die Vorgaben erinnerten konnte man den Spielstand nochmals korrigieren und ging nur mit einem 19-21 Rückstand in die Viertelpause.

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MÜNCHEN BASKET gewinnen Spitzenspiel nach Overtime

muenchen basket 2015Derby, Nachbarn in der Stadt und Tabellennachbarn in der Liga. Was für ein Spiel!! Die ca. 250 Anhänger beider Teams sahen am späten Samstagabend ein wahrliches Spitzenspiel. Am Ende, bzw. nach Verlängerung setzten sich die Gäste aus der Dachauer Straße durch.

Es knisterte gewaltig vor dem Spiel der beiden Spitzenmannschaften der Liga. Hatten doch die Hellenen noch eine Rechnung offen. Die letzte Niederlage des Meisterschaftsfavoriten von der Riesstraße gab es doch ausgerechnet im Hinspiel gegen MÜNCHEN BASKET.

Beide Teams starteten konzentriert. Jede Offensivaktion des Einen fand eine Antwort des Anderen. Angetrieben durch Stefan Arenz konnte MÜNCHEN BASKET den Gegner leicht auf Distanz halten, bevor zwei Dreier der Hellenen das Spiel wieder ausglichen. Bis zum Ende des ersten Spielabschnittes lagen die Jungs von Andy Sippach leicht mit 18 zu 21 zurück.

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Ernüchterung statt Erfolgserlebnis

Anstatt den Negativlauf von zuvor acht Niederlagen in Folge zu beenden, zeigten die Green Devils beim 54:76 gegen HSB Landsberg eine ihrer schwächsten Saisonleistungen. Der Abstieg in die Bayernliga ist auf diese Weise kaum noch aufzuhalten.

Die Sehnsucht nach einem Sieg war riesengroß. Acht Partien in Folge hatten die Green Devils vor dem Heimspiel gegen HSB Landsberg verloren. Unabhängig von der Gesamtkonstellation im Abstiegskampf war die Vorgabe also klar: Mit einem Erfolg wollte man das treue Schrobenhausener Publikum endlich wieder belohnen. Und die jüngsten Auftritte gegen die Dachau Spurs und bei DJK SB München machten auch durchaus Hoffnung. Gegen den Tabellenfünften kam dann aber schon von Beginn an alles ganz anders.

Mit einer beachtlichen Trefferquote zogen die Gäste schon in den ersten Minuten auf fast 15 Punkte davon, während die Green Devils beinahe schockiert wirkten. Erst am Ende des ersten Abschnitts und zu Beginn des zweiten Viertels kamen die Gastgeber schließlich in Schwung und die Stimmung in der Halle schwenkte zum Positiven um. Die Schrobenhausener kämpften sich bis zum Ende des ersten Viertels wieder auf sieben Punkte (19:26), im zweiten Abschnitt sogar auf vier Punkte heran (24:28) und hatten das Momentum eigentlich auf ihrer Seite. Es war allerdings nur ein kurzes Strohfeuer, denn im weiteren Verlauf der Partie ging bei den Gastgebern kaum noch etwas zusammen. Stattdessen: Ballverluste, Fehlwürfe und vor allen Dingen eine viel zu inkonsequente Verteidigungsarbeit. Dazu kamen auch noch eine Portion Pech und ein paar zweifelhafte Schiedsrichterentscheidungen. Ohne selbst zu glänzen, zog Landsberg bis zum Ende des dritten Viertels fast spielerisch auf 19 Punkte davon (43:62).

Immer wieder wuchs der Rückstand der Gastgeber sogar auf über 20 Punkte an. Anstatt sich gegen die drohende Niederlage und den drohenden Abstieg zu stemmen, wirkte die junge Green-Devils-Truppe phasenweise völlig von der Rolle. Selbst als die Landsberger immer wieder die Tür aufmachten und die Green Devils den Rückstand noch einmal auf einen machbaren Rahmen hätten verkürzen können, nutzten sie mehrere Gelegenheiten dazu nicht. Am Ende stand somit ein hochverdienter Landsberger Auswärtssieg. Den Green Devils bleibt dagegen kaum noch Hoffnung auf den Klassenerhalt.

Ihr nächstes Spiel bestreiten die Schrobenhausener erst am 4. März, zuhause gegen den Aufstiegsaspiranten München Basket. HSB Landsberg empfängt am kommenden Sonntag (17 Uhr) DJK SB München.

Beste Scorer:

Green Devils Schrobenhausen: Claus-Jürgen Ludwig (24 Punkte), Lukas Bäumel (11) und Sebastian Ritzer (10).

HSB Landsberg: Jonas Fiebich (23), Bastian Zinder (12) und Niklas Brakel (9).

Passauer Arbeitssieg über Ingolstadt

 

passauIn der Regionalliga 2 Südost trafen am Samstag der TV Passau auf die Schanzer Baskets Ingolstadt. Die Ingolstädter, die in dieser Saison noch kein Spiel gewinnen konnten, schafften dies auch in Passau nicht und mussten sich den White Wolves mit 88:67 geschlagen geben. Die Dreiflüssestädter starteten furios in die Partie. Über ein 9:2 (2. Minute) setzten sich bis zum Ende des ersten Viertels auf 30:16 ab. Dies vor allem deshalb, weil man von jenseits der Dreipunktelinie gleich fünfmal einnetzen konnte. Mitte des zweiten Viertels schlich sich dann etwas der Schlendrian ein bei den Hausherren. Es wurde zu nachlässig verteidigt, so dass die Ingolstädter zwischenzeitlich auf 38:31 verkürzen konnten. Bis zum Ende der ersten Halbzeit lagen die Hausherren dann wieder mit 45:34 in Führung. In der Halbzeitpause nahmen sich die White Woves vor, nun vor allem in der Defense wieder eine Schippe drauf zu legen. Dies misslang zu Beginn des dritten Viertels gründlich. Weiterhin wurde man zu oft im 1 vs. 1 geschlagen, so dass die Schanzer Baskets in der 23. Minute auf 44:48 verkürzten.

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Leitershofen wird Favoritenrolle in Freising gerecht

Freising stand nach den letzten Niederlagen erneut unter Zugzwang und musste dann auch noch wegen Wasserschadens in der Standardhalle auf die kleinere Alternative in der Realschule ausweichen. Trotzdem starteten die Hausherren konzentriert in die Partie und konnten die ersten Punkte des Matches erzielen. Danach aber schlichen sich bereits in Viertel 1 empfindliche Ballverluste im Spielaufbau ein, welche die Leitershofener zuverlässig in Punkte per Schnellangriffe umwandeln konnte. Aber auch die Defensive Freisings war nicht untätig, sodass es in der kompletten ersten Halbzeit ein enges Low-Score-Spiel blieb (13:16 und 28:29).

Das dritte Viertel sollte letzten Endes bereits das Spiel entscheiden: Leitershofen konnte die Intensität in der Verteidigung aufrecht erhalten und dank starker Arbeit am Offensivrebound immer wieder 2. Chancen nutzen, während Freising stets hart für seine Würfe arbeiten musste. So konnten die Gäste auf 36:50 davon ziehen. 

Trotz des schwachen 3. Viertels aber gaben die Domstädter nicht auf: sie arbeiteten härter in der Defense und konnten nun immer wieder gute Spielzüge erfolgreich abschließen. Die Leitershofener aber wussten stets eine Antwort - und konnten dank ihrer unglaublich hohen Trefferquote nahezu jedesmal nachlegen. Durch diese wirklich extreme Nervenstärke der jungen Gästetruppe wurde den Freisinger letzten Endes der Zahn gezogen - das Spiel gewannen die Gäste somit verdient mit 53:71.

Fünf wackere Spurs erkämpfen ein 96:95

Es war ein Spiel, das viele Geschichten schrieb. Ein Spiel mit einem grandiosen Happy-End für die Dachau Spurs, die mit 96:95 gegen Slama Jama Gröbenzell gewannen. Ein verrücktes, atemberaubendes Spiel, das allen Beteiligten und Zuschauern noch lange in Erinnerung bleiben wird. 


Die letzte Aktion dieses Derbys in der 2. Regionalliga setzt Julius Glück. Der 16-Jährige ist unter dem eigenen Korb umringt von drei Gröbenzellern. Doch der Youngster im Spursteam springt am höchsten von allen, angelt sich nach einem Fehlwurf des Gegners den Ball fast auf Ringniveau und gibt ihn danach nicht mehr her. Bruchteile von Sekunden später ertönt die Schlusssirene, und Julius Glück wird jetzt nicht mehr von gegnerischen, sondern von den eigenen Spielern umringt, die ihren jungen Matchwinner unter sich begraben. Er ist an diesem Abend indes nicht der einzige, der diesen Titel verdient hat.


Es war zunächst einmal ein Spiel, dem die Schiedsrichter ihren Stempel aufdrückten. In einem kampfbetonten, aber höchst fairen, ja fast schon freundschaftlich ablaufenden sportlichen Vergleich rätselten Zuschauer, Coaches und Beteiligte, was in die beiden Unparteiischen gefahren war, die von der ersten Minute auf Konfrontation gingen und ein Technisches Foul nach dem anderen verhängten. Höhepunkt war die 17. Spielminute, als nach einem Allerweltsfoul die beiden besten Spieler der beiden Teams, Lion Gorgas von Gröbenzell und Caleb Willis von den Spurs, mit dem jeweils zweiten Technischen Foul bedacht und damit der Halle verwiesen wurden – das Spiel war seiner Protagonisten beraubt.
Nächster Leidtragender war Manu Prediger. Er beging in der letzten Szene der ersten Hälfte nach Meinung der Unparteiischen bereits sein fünftes Foul und war damit auch raus. Spurs-Coach Werner Mühling war fassungslos. Zur Halbzeitpause war sein Team auf sechs einsatzfähige Spieler zusammengeschrumpft.


Doch Mühling schwor sein Team ein, dass auch mit sechs Spielern ein Erfolg möglich sei – und sollte recht behalten. Die Gastgeber lieferten sich nun einen bravourösen Kampf mit den ambitionierten Slama Jamas.
Es war ein offener Schlagabtausch, zwar behaftet mit vielen Ballverlusten auf beiden Seiten, aber mit großem Einsatz geführt. Für Dachau kam es sogar noch schlimmer, als sich Camdal ebenfalls mit fünf Fouls verabschiedete (33.). Jetzt blieben nur Julius und Corni Glück, Sebastian Hufgard, Karol Firek und Akin Arpac übrig.


Besonders Arpac drehte aber nun auf, ackerte in der Defensive, holte Rebound um Rebound und war vorne von keinem Gröbenzeller zu stoppen. Mit 33 Punkten stellte der Dachauer Forward die Bestmarke in diesem Spiel auf und war letztlich der eigentliche Matchwinner.
Dass die Dachauer dieses Spiel zu fünf beendeten, grenzte im Übrigen an ein Wunder: Vier der fünf Akteure auf dem Feld hatten am Ende vier Fouls auf dem Konto.
Zweimal setzte sich das wackere Spurs-Häuflein im letzten Viertel ab (84:74/33. und 92:84/37.). Doch Gröbenzell kam jedesmals wieder heran. Den letzten und damit siegbringenden Korb für die 1865er machte, wie anders konnte es sein, Akin Arpac. 
Als die Gäste im Gegenzug scheiterten, lagen sich die Dachauer in den Armen. Und auch die ausgeschlossenen Willis und Gorgas kehrten zurück. Sie hatten die zweite Hälfte einträchtig miteinander in einem Nebenraum zugebracht.

OSB Hellenen verlieren Spitzenspiel in Overtime gegen München Basket

Erster gegen Zweiter, die Heimhallen beider Teams nur wenige Kilometer entfernt. Die Halle in der Riesstr. war gut gefüllt mit lautstarken Fans aus beiden Lagern.
Vor allem den Hellenen Juniors an dieser Stelle ein großes Lob. 
Das erste Viertel war ein Herantasten beider Teams. Die Topscorer Schwarz und Nibler konnten mit jeweils 2 Distanzwürfen der Partie ihren Stempel aufdrücken.
Für das Highlight sorgte Veteran Paisley mit einem Reverse Dunk über einen Verteidiger.
Die 21:18 Führung konnte OSB kurz auf 7 Punkte ausbauen, ehe München Basket in die Spur zurück fand und mit 33:34 in die Pause ging.
Im 3. Viertel konnte MB durch mehrere Freiwürfe am Stück die Führung ausbauen. Jedoch konnten Nibler und Vasileidis den Tabellenführer im Spiel halten, auch Neuzugang Hustert konnte mit mehreren Rebounds und Punkten auf sich aufmerksam machen.
Absetzen konnte sich kein Team mehr, sodass das Spiel mit 58:58 nach einem letzten Fehlwurf von Schwarz in die Overtime ging. 
In der Overtime hielt es keinen der 250 Fans auf den Sitzen. Mehrere Führungswechsel in eines der spannendsten Spiele des Jahres ergaben zum Schluss 2 Freiwürfe für Fischer bei 69:68 Führung für MB mit 7 Sekunden zu spielen. Nach 2 Fehlwürfen konnte OSB Vasileidis noch einmal in Position bringen, jedoch konnte der erfahrene Guard den Wurf nicht mehr vor dem Buzzer loswerden.
Ein faires Spitzenspiel und Derby vor einem würdigen, tollen Publikum.

Der Hellenen hat ein schönes Video gemacht mit den Highlights:

https://www.youtube.com/watch?v=DpxrXdwJVTk

Nächste Woche geht es nach Ingolstadt.

Kangaroos mit deutlichem Erfolg gegen Jena

Die BG TOPSTAR Leitershofen/Stadtbergen hat am 19. Spieltag in der 1. Regionalliga Südost ein deutliches Signal im Abstiegskampf gesendet. Am Samstagabend schlug man in der Stadtberger Sporthalle nach der wohl bisher besten Saisonleistung die Bundesligareserve von Science City Jena mit 97:80 (48:35), ein in dieser Höhe sicherlich kaum zu erwartender Erfolg.

Nach den beiden Auswärtsniederlagen in Rosenheim und Herzogenaurach hatte es auf Seiten der Kangaroos zwar niemand so richtig direkt ausgesprochen. Aber irgendwie war schon klar, dass gegen die Thüringer eigentlich nur ein Sieg zählen konnte, um weiterhin aussichtsreich im Kampf um den Klassenerhalt dabei zu sein. Dementsprechend durfte man gespannt sein, wie sich das Leitershofer Team in dieser wichtigen Partie präsentieren würde. Vor allem weil sich die Mannschaft noch einmal weiter dezimiert hatte, Julian Breuer wird künftig in Berlin seine Ausbildung fortsetzen und daher nicht mehr zur Verfügung stehen. Es sei aber vorweggenommen, die Kangaroos schienen den Druck von Anfang an abschütteln zu können und zeigten über 40 Minuten hinweg eine mehr als famose Partie. Nach 25 Sekunden brachte Nedim Hadzovic die Stadtberger mit 2:0 in Führung, da wusste noch keiner unter den 350 Zuschauern, dass man Selbige in diesem Spiel tatsächlich nicht mehr abgeben sollte. Die Stadtberger verteidigten sehr intensiv und konnten ihre Angriffe vor allem über Aufbauspieler Michael Dorsch immer wieder sehr schnell nach vorne tragen, kamen so oftmals zu relativ einfachen Punkten und einer 23:16 Führung nach dem ersten Viertel. Jena verkürzte zu Beginn der zweiten 10 Minuten zwar auf 21:23, nach einer Auszeit von Trainer Stefan Goschenhofer gewann die BG aber schnell wieder die Oberhand. Vor allem das Trio Dorsch, Hadzovic und Raphael Braun war kaum zu stoppen und so baute man die Führung bis zur Halbzeit auf 48:35 aus. Dabei agierte man gegen die gefürchtete Jenaer Pressverteidigung insgesamt gesehen sehr souverän und hatte im Vergleich zum Hinspiel kaum Ballverluste zu verzeichnen. Allerdings, eine ähnlich hohe Halbzeitführung hatte zuletzt in Rosenheim ja bekanntermaßen auch nicht ausgereicht, um die Partie am Ende zu seinen Gunsten zu entscheiden….

Und die kritische Phase kam auch dieses Mal. Gegen Ende des dritten Viertels gelang den Thüringern, bei denen der erst 18-jährige Jan Heber im Aufbau herausragend Regie führte, durch vier erfolgreiche Dreipunktewürfe binnen eineinhalb Minuten ein sehr guter Lauf. Eigentlich ein typisches Signal für eine Wende in einem Basketballspiel. Allerdings gelang es den Leitershofern, jedem dieser Dreier im direkten Gegenzug unbeeindruckt einen erfolgreichen Korb entgegenzusetzen und den Vorsprung bis Ende des Viertels bei dreizehn Punkten zu halten (73:60). Das Spiel entwickelte sich jetzt zur Freude der Zuschauer zu einem wahren Offensivspektakel mit einem nicht mehr zu stoppenden Nedim Hadzovic auf Leitershofer Seite. Dieser untermauerte seine 31 Punkte auch noch mit vier krachenden Dunkings. Im Schlussviertel versuchte Jena noch einmal alles. Nun war es an Emanuel Richter, der nach seiner Verletzung langsam wieder zu alter Form findet, mit drei Distanzwürfen dafür zu sorgen, den Vorsprung auszubauen. Dazu verteidigte man in der Defensive weiterhin sehr intensiv. Das Publikum übernahm den Rest und half mit frenetischen Anfeuerungsrufen begeisternd mit, dass der Sieg letztendlich sogar frühzeitig feststand.

In der Tabelle punktete von den direkten Konkurrenten Zwickau, während Herzogenaurach und Bayreuth verloren. Demzufolge bleibt es weiterhin spannend in den hinteren Regionen der 1. Regionalliga. Am kommenden Samstag reisen die Kangaroos dann zum Auswärtsspiel nach Bayreuth, anschließen ist am Faschingswochenende spielfrei.

BG TOPSTAR Leitershofen/Stadtbergen: Hart (15/1 Dreier), Nicolas Breuer, Londene, Braun (17/2 Dreier), Uhlich (3/1 Dreier), Dorsch (17/2 Dreier), Hadzovic (31), Ferber, Tesic (4), Richter (10/2 Dreier).

Beste Werfer Jena: Garrett (20), Heber (18), Holthaus (17), Cardenas (13)

Im Vorspiel hatte die U12 der BG bereits den TSV Ottobeuren mit 101:32 bezwungen. Die zweite Mannschaft war ebenfalls erfolgreich und besiegte Jahn Freising auswärts mit 73:51. Bester Werfer war Daniel Nimphius mit 19 Zählern. Der dritte Tabellenplatz in der 2. Regionalliga Süd wurde so untermauert.

Stimmen zum Spiel:

BG-Trainer Stefan Goschenhofer: „Zunächst danke ans Publikum für die tolle Unterstützung. Ich bin sehr stolz auf die Leistung der Mannschaft, die den Matchplan hervorragend umgesetzt hat. Ein paar Ballverluste hat man gegen eine solch aggressive Verteidigung des Gegners immer, insgesamt haben wir das aber sehr gut und souverän gelöst, wurden nie hektisch. Entscheidender war aber, dass wir die Fast Breaks der Jenaer gut eingedämmt haben und selbst unsere Ballgewinne oftmals in Punkte umgewandelt haben. Nun sollten wir nächste Woche in Bayreuth nachlegen“.

BG- Co-Trainer Tommy Nadir: „Wir haben die Führung über das gesamte Spiel nie abgegeben und keines der vier Viertel verloren, das kann sich sehen lassen. Nedim Hadzovic hat überragend gespielt und sein ganzes Potential gezeigt, aber auch Raphael Braun und Michael Dorsch haben das heute wieder sehr gut gemacht. Dazu ist die Mannschaft als Team aufgetreten, jeder hat für den anderen gekämpft und seine Rolle mehr als erfüllt“.

BG-Center Nedim Hadzovic: „Meine ersten Bälle waren gleich drin, dann bekommt man ein gutes Gefühl. Wir konnten die Verteidigung des Gegners oft überspielen und hatten vorne dann natürlich gute Gelegenheiten. Auf die Leistung von heute kann man aufbauen, denn wir benötigen natürlich dringend weitere Siege“.

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