Spielberichte

nicht ganz bei der sache

Wie unterschiedlich man Niederlagen bewerten kann, zeigten die zwei jüngsten Auftritte der Green Devils eindrucksvoll. Während sie sich beim 76:85 in Bad Aibling mit einer ihrer besten Saisonleistungen noch hervorragend verkauft hatten, war die 50:69 (15:14, 9:17, 12:13, 14:25)-Heimpleite gegen München Basket mehr als enttäuschend.

Und natürlich gab es Gründe für diesen schwachen Auftritt. Allen voran: ein abgezockter und erfahrener Gegner, der durch eine gute Defense-Leistung vor allem die jungen Schrobenhausener Leistungsträger Lukas Bäumel (18) und Timothy Spatschek (19) gut aus dem Spiel nahm. In der Offense lief bei den Gastgebern somit wenig zusammen. Zumal mit Johannes Keil einer der wichtigsten Akteure auch noch früh einen unabsichtlichen Schlag auf den Kopf bekommen hatte und von nun an nur noch sporadisch zum Einsatz kam.

So wirkten die Gastgeber von Beginn an nicht ganz bei der Sache, lagen schnell mit 0:10 im Rückstand, ehe Coach Jörg Weber in einer ersten Auszeit sein Team erstmals wachrütteln musste. Mit Erfolg: Durch einen 9:0-Lauf drehten die Green Devils das Ergebnis bis zum Ende des ersten Viertels in einen 15:14-Vorsprung. Im zweiten Durchgang konnte sich in der punktearmen Partie zunächst keines der beiden Teams entscheidend absetzen. Da die Green Devils aber in der Offense viel zu harmlos blieben (nur neun Punkte), zogen die Gäste bis zur Halbzeit immerhin auf 31:24 davon. Ein Vorsprung, den die Münchner auch nach dem dritten Viertel hielten (44:36).

Im letzten Viertel gab es noch einmal ein kurzes Aufbäumen der Green Devils (44:50), doch vieles – die Stimmung in der Halle, der Kampfgeist der Schrobenhausener Mannschaft – war an diesem Abend etwas weniger engagiert als sonst. So spielten die routinierten Münchner am Ende – als die Green Devils in der Defense auf Ganzfeldpresse umgestiegen waren – problemlos ihre Angriffe aus und schraubten das Ergebnis noch auf 19 Punkte nach oben.

Als eine Art „Denkzettel zur richtigen Zeit“ bezeichnet Weber die Heimniederlage. Der Green-Devils-Coach: „Man muss meiner jungen Mannschaft auch ein solches Spiel zugestehen. Wir sehen, dass es in dieser Liga trotz unserer bislang guten Rückrunde überhaupt keinen Selbstläufer gibt und dass wir weiter hart arbeiten müssen.“ Am kommenden Samstag (19.30 Uhr) gibt es bereits die nächste Gelegenheit, es vor dem eigenen Publikum besser zu machen. Dann kommt mit Sportbund München der nächste hochkarätige Gegner nach Schrobenhausen. München Basket empfängt fast zeitgleich (19.45 Uhr) die MIL Baskets aus Milbertshofen zum Derby.

Topscorer:

Green Devils Schrobenhausen: Claus-Jürgen Ludwig (17 Punkte), Sebastian Ritzer (7), Lukas Bäumel (6).

München Basket: Alek Pikl (14), Felix Stauch (13), Thomas Pieciak (11) und Felix Schuck (10).

leitershofen unterliegt knapp

Die zweite Mannschaft der BG Leitershofen/Stadtbergen unterlag in der 2. Regionalliga Süd am Sonntagnachmittag bei der SJ Gröbenzell knapp mit 78:82. In einer über die gesamte Distanz spannenden Partie muste man sich den Münchner Vorstädtern am Ende knapp geschlagen gegeben, vor allem Gräbenzells Lion Gorgas (22 Zähler) bekam man nur schwer in den Griff. Da man den direkten Vergleich aber zu seinen Gunsten entschied kann SJ die Young Kangaroos in der Tabelle nicht mehr einholen, wodurch nun bereits drei Teams der am Ende fünf Absteiger aus beiden Staffeln die BG nicht mehr einholen können. Beste Werfer: Nimphius (25), Haug (18), Behnisch (12). Von den letzten fünf Spielen finden nun deren vier in eigener Halle statt, das nächste am kommenden Sonntag gegen den starken TV Passau.

Frösche setzen sich ein weiteres Mal durch: 73:68 gegen Landsberg

Trotz der Tabellensituation war der Optimismus doch etwas gedämpft. Am Samstagabend kam es in Pasing zur Begegnung der Frösche gegen das Schlusslicht aus Landsberg. Landsberg musste gewinnen, wenn man sich wenigstens eine theoretische Chance auf den Klassenverbelib erhalten wollte. Zu dem Zweck hatte man sich zur Rückrunde bereits mit dem US Amerikaner Sharif Hudson und dem ehemaligen ProB Spieler Fabian Ristau verstärkt. Bei den Fröschen fehlten hingegen mit Tjorven Rohwer und Nik Asante (Topscorer des Teams eine Woche zuvor gegen die Baskets) zwei wichtige Stammkräfte der letzten Wochen. Zudem ging noch Center Sebastian von Goosen ab. In der Folge bestritt man das Spiel mit lediglich acht Spielern.

Wie so häufig in den Spielen in dieser Saison begannen die Frösche zu zögerlich. Das Team geriet schnell in Rückstand und Landsberg punktete ein ums andere Mal unter dem Korb und zog schnell auf 3:10 weg. Dann lief es für die Frösche aber etwas runder und ein Dreier von Olli Russ, kurz vor dem Ende des ersten Viertels, verkürzte den Rückstand auf 12:16.

Dann aber der Schock: Russ verletzte sich beim Zug zum Korb, nach einem Foul, am Schienbein. Selbst die zuerkannten Freiwürfe konnte er nicht mehr ausführen und fiel für das restliche Spiel aus. Trotzdem konnten die Hausherren nun das Spiel langsam aber sicher zu ihren Gunsten drehen. Die Verteidigung zwang die Gäste immer wieder zu unkontrollierten Abschlüssen und Grischa Weber (7P), sowei Julius Dillmann (9P in Folge) setzten sich immer wieder durch und konnten so einen kleinen Vorsprung bis zur Halbzeit erarbeiten (35:32).

Nach der Pause legten die Neueinkäufe aus Landsberg eine Schippe drauf und die Frösche kamen unter Druck. Nach 30 Minuten stand es ausgeglichen 55:55.

In den letzten zehn Minuten blieb es spannend bis zum Schluß. Landsberg konnte nun auch wieder mal einem Punkt in Führung gehen, aber die Hausherren ließen sich nicht abschütteln. In der 39 Min. stand es 68:68 bis ein beherzter Dreier, genommen von dem fehlerfrei agierenden Jan Tomaschky, kurz vor dem Ende unter dem Jubel der anwesenden Fans der Gastgeber für die Erlösung sorgte. Das knappe, etwas glückliche, aber nicht unverdiente Ende bildeten dann noch zwei verwandelte Freiwürfe vom clever agierenden Sam Scheurich an diesem Abend. 

Ein starker Auftritt von Grischa Weber an diesem Abend. Das Spieltalent, dass sich sonst immer darum bemüht, mannschaftsbezogen zu agieren, netzte an diesem Abend 19 Punkte ein für sein Team. Stark auch das Spiel von Globetrotter Julius Dillmann, der erst im Dezember aus Down Under und Fernost zurück gekommen ist und immer wieder entscheidende Punkte (18P) einstreuen konnte. Beide Akteure hatten noch 2 Dreier auf ihrem Konto. Sebastian Fiss war vor allen Dingen in der ersten Halbzeit aktiv mit seinen 12 Punkten.

Bei Landsberg waren erwartungsgemäß die Verstärkungen Hudson (29P, 7:7 FW) und Ristau (14p, 3Dr) am erfolgreichsten.

Was einfach mal erwähnt werrden muß an dieser Stelle: Die kontinuierleiche und besonnene Arbeit von Trainer Robert Schwarz, die dazu geführt hat, dass sich im Verlauf der Saison unter seiner Führung eine Mannschaft zusammen gerauft hat, die eine sehr variable Spielweise vorträgt. Diesem Team zuzusehen wie es kämpft und immer wieder, sowohl tolle Einzelleistungen und schöne Spielzüge zusammen bringt, macht einfach Spaß.

 

 

 

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Kleinigkeiten kosten Spurs den Sieg

Wie immer, wenn es am Ende nicht ganz reicht, liegt es aus Sicht des Verlierers an der einen oder anderen Kleinigkeit. Das war bei der 78:82 (34:42)-Heimniederlage der Dachau Spurs gegen den TSV Jahn Freising nicht anders. Der eine oder andere Freiwurftreffer mehr, der eine oder andere überflüssige Ballverlust weniger, die eine oder andere falsche Entscheidung richtig getroffen – und die 1865er hätten dieses Derby für sich entschieden und die peinliche Hinspielniederlage vergessen gemacht.

Obwohl: Ein wenig rehabilitieren konnten sich die Spurs schon. Denn im Vergleich zum Hinspiel in der Freisinger Luitpoldhalle waren die Mannen von Coach Werner Mühling in der Jahnhalle kaum wieder zu erkennen. Von der ersten Minute wurde in diesem ewig jungen Derby gerackert und insbesondere in der Defensive Schwerstarbeit gegen die Freisinger Offensivpower geleistet. Gleich sechs Spieler punkten bei den Domstädtern im Schnitt zweistellig, doch am Samstag gelang das nur drei Akteuren.

Und doch zeigten die Gäste ein feines Offensivspiel, nutzten jede sich bietende Lücke, jeden Freiraum meist sofort zu einem erfolgreichen Abschluss aus. Coach Dennis Rühmann setzte alle zwölf Akteure ein und bekam das zurückgezahlt: Alle zwölf punkteten auch.

Mit einem 9:0-Lauf setzten sich die Gäste bis zum Ende des ersten Viertels ab, auch im zweiten Viertel mussten die Dachauer stets einem Rückstand hinterherlaufen. Nach dem Wechsel arbeiteten sich die Spurs aber wieder heran.

Ab Mitte des dritten Viertels war es ein Kopf-an-Kopf-Rennen, die Führung wechselte nun einige Male. Keser, Matheus Holderer de Vasconcelos und Igor Jurakic hielten ihre Mannschaft in der Offensive im Spiel, auch wenn der Motor stotterte und sich die Spurs allzu oft im eins gegen eins verzettelten.

Das fehlerhafte Spiel der Dachauer verhinderte letztlich den Sieg, denn in der entscheidenden Phase leisteten sich die Freisinger weniger Aussetzer. Bis zum 74:74 und auch 76:77 war in der Schlussminute alles offen. Doch die Spurs verwandelten in den entscheidenden Momenten nur einen von vier Freiwürfen und waren schließlich gezwungen, taktisch zu foulen, um die herunterlaufende Zeit zu stoppen. Und auch da waren die Freisinger besser: Claus Weiß versenkte fünf von sechs Freiwürfen in den letzten 30 Sekunden des Spiels.

White Wolves Passau zeigen den jungen Bayern die Zähne

passauHochklassiger Basketball mit Leidenschaft und Disziplin, der Tabellenführer FC Bayern München Basketball III mit seiner Top – Nachwuchstruppe zu Gast in der städtischen Dreifachhalle, eine tolle Zuschauerkulisse (ca. 200) und dann noch ein 83:78 – Sieg für die White Wolves Passau – Herz, was willst du mehr? In einer Begegnung, in der man dem Gast nichts schenkte, als Team sehr strukturiert in der Offensive, aber noch intensiver und aufopfernd in der Defensive auftrat, konnte man die Überraschung des Ligaspieltages am Ende auf der Anzeigetafel lesen. Man war sich auf Seiten der TV - Verantwortlichen sicher: Dies war das Beste, was man im Passauer Basketball die letzten Jahre zu sehen bekam. Abteilungsleiter Jackie Grimm war sichtlich angetan von seinen Mannen, die Besucher begeistert. Von Anfang an geführt, sich am Gegner festgebissen und diese mal höhere, mal knappere Führung nicht mehr hergegeben, das war grandios.

Die sehr deutliche Hinspiel - Niederlage auszumerzen war das erklärte Ziel der White Wolves und es war von Anfang an zu merken. Auf der Gästebank der frühere Nationalspieler, Vizeeuropameister und Coach des FCB, Demond Greene. Der Kader der jungen Bayern konnte sich auch sehen lassen. Mit Gieseck, Grant, Agyepong und Gietz standen Spieler auf dem Parkett, die vor zwei Wochen beim Next Generation Tournament  im Audidome im Finale gegen Real Madrid eine gute Figur abgaben. Es gelang den Passauern, gut ins Spiel zu kommen, nach 8 Minuten eine 16:10 – Führung, deren Punkteausbeute vorwiegend Benjamin Mayer (11 Zähler) zu verdanken war. Vom Start weg wurde von den Hausherren eine intensive und druckvolle Defense hingelegt, die Bayern aber hatten eine Antwort und rückten den Wölfen bis 4 auf Punkte auf den Pelz. Spielstand beim 1. Viertelwechsel 20:16.

Das Match ging druckvoll weiter, man schenkte sich nichts. Dem TV gelang über Alexander Herbort ein kleiner 8:4 - Run, aber die Bayern ließen kaum Luft zum Atmen und schlugen postwendend zurück (31:28 in Minute 16). Der Rest des Spiels vor der Halbzeit war geprägt durch einen knallharten, offenen Schlagabtausch. Den Schlusspunkt fast mit der Sirene setzte Maximilian Gentner mit seinem Dreier zum 43:36 (Viertel 23:17).

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kangaroos beenden niederlagenserie

Die zweite Mannschaft der BG Leitershofen/Stadtbergen hat am Sonntagnachmittag ihre Niederlagenserie in der 2. Regionalliga Süd beendet. Gegen die MIL Baskets aus München feierte man den ersten Sieg im Kalenderjahr 2018, der mit 81:64 auch gleich noch deutlich ausfiel. Die Leitershofer kamen schwer ins Spiel, gerieten im ersten Viertel mit 11:16 in Rückstand. Bis zur Halbzeit drehte man das Match auf 39:34 zu seinen Gunsten, im dritten Viertel fiel dann bereits eine Vorentscheidung. Diesen Abschnitt gewann man mit 22:13. Anschließend spielte man den Sieg sicher nach Hause. Beste Werfer waren Dennis Behnisch (21), Marc Kaufeld (15) und Daniel Nimphius (14), der bereits am Vorabend als Aushilfsspieler in der ersten Mannschaft der BG eine hervorragende Leistung gezeigt hatte. "NAch und nach sind jetzt verletzte Spieler zurückgekehrt, dann sind wir auch in der Liga absolut konkurrenzfähig", bilanzierte Trainer Tom Oertel die Partie positiv. Mit einem ausgeglichenen Punktekonto von 16:16 Zählern hat man sich in der Tabelle wieder auf Platz 7 verbessert und vor den letzten sechs Partien, darunter vier in eigener Halle, kräftig Luft in Richtung der fünf Abstiegsplätze aus beiden 2. Regionalligen zusammen geschaffen.

Passau revanchiert sich mit erstem Sieg in Freising

Die Passauer konnten in den vergangenen 2 Jahren trotz starker Leistung in Freising nichts holen. Dementsprechend waren die Vorzeichen erneut auf ein spannendes Spiel ausgerichtet. Und so sollte es auch werden.

Die Freisinger Hausherren mussten krankheitsbedingt auf Jakob Kock verzichten, aber sie starteten trotzdem gut in die Partie. Die komplette erste Halbzeit war von vielen Punkten geprägt und endete mit einer knappen Führung für die Gäste (44:46).
Die Domstädter bekamen das dritte Viertel klasse in den Griff und konnten 23 Punkte auf die Tafel bringen, was in einer 67:60-Führung zum Ende des dritten Viertels mündete. Im entscheidenden Schlussabschnitt jedoch ging der Faden verloren, während Passau ganze 28 Punkte machen konnte. So brachte auch die optimale Punkteverteilung bei Freising nichts, denn Passau konnte ebenfalls sehr ausgeglichen scoren und damit auch den Auswärtssieg nach Hause fahren – 81:88 der Endstand aus Freisinger Sicht.
Zuschauer: ca. 100
Topscorer Freising: Hellmich (17, 4 Dreier), Nibler (17, 1), Hornung (11)
Topscorer Passau: Gentner (19, 3), Ferber (18), Mayer (13)

Landsberger Basketballer verpassen Chance die rote Laterne abzugeben

Trotz 17-Punkteführung verlieren die Heimerer Schulen Baskets gegen Dachau Spurs

Die Heimerer Schulen Baskets Landsberg haben am Samstag im Landsberger Sportzentrum die Riesenchance vergeben, den letzten Tabellenplatz der Regionalliga 2 süd zu verlassen. Nachmittags hatte Slama Jama Gröbenzell deutlich bei Bayern München 3 verloren. Mit einem Sieg wären die Landsberger an Gröbenzell vorbeigezogen. Doch trotz deutlicher Führung am Ende des dritten Viertels ging das Spiel nach Verlängerung mit 77:79 verloren.

Bis auf die Langzeitverletzten konnte Sascha Khartschenkov, der die HSBler wieder coachte, damit Michi Teichner spielen konnte, auf alle Spieler zurückgreifen und hatte somit 12 Spieler auf der Bank, während Gästetrainer Mühling mit 9 Spielern auskommen musste. Die ersten Punkte erzielten die Dachauer mit dem ersten 3er in der ersten Minute. Landsberg glich durch Sharif Hudson, der das HSB-Team immer wieder nach vorne trieb und wieder Topscorer war, aus. Doch Dachau zeigte von Beginn an, dass Sie sich im Landsberger Sportzentrum etwas ausrechneten und gingen direkt wieder in Führung. Zwar konnten sich die Gäste nie absetzen, aber bis kurz vor der ersten Pause verteidigten sie ihre Führung. Beinahe mit der Pausensirene glich „Miga“ Migala zum 14:14 aus.

Auch im zweiten Viertel waren es die Gäste, die in Führung gingen. Aber jetzt hielten die Hausherren dagegen und übernahmen in der 12. Spielminute mit 19:15 erstmals die Führung, die sie lange behalten sollten. Dachau kämpfte sich immer wieder ran, aber über Einstand kamen sie vor der Halbzeit nicht mehr hinaus. Dieser Spielabschnitt war geprägt durch viel Hektik, die durch einige fragwürdige Schiedsrichterentscheidungen auf beiden Seiten gefördert wurde. So wunderte es nicht, dass die letzten Punkte zur 33:31 Halbzeitführung für Landsberg durch Freiwürfe fielen. Das Viertel ging mit 19:17 an HSB.

Nach der Pause hatten sich die Gemüter etwas beruhigt und es wurde wieder mehr Basketball gespielt. Die Heimerer Baskets spielten konzentriert in der Defense und ließen den Dachauern in diesem Spielabschnitt nur 9 Punkte. Auf der anderen Seite bauten sie ihre Führung Schritt für Schritt aus. Dieses dritte Viertel gehörte eindeutig den Hausherren. Mit 24:9 ging der Durchgang an Landsberg, das vor dem vermeintlich letzten Viertel mit 57:40 führte.

Nach der kurzen Viertelpause waren beide Teams nicht mehr wiederzuerkennen. Bei Landsberg, die schon früh wegen fünf Fauls auf Willi Dressler verzichten mussten und Kapitän Michi Teichner wegen vier Fauls aus dem Spiel nahmen, war von der starken Defense und dem guten Spielaufbau des vorigen Abschnitts nicht mehr zu sehen. Punkt um Punkt holten die Spurs, die plötzlich hervorragend trafen, auf und mit der Schlusssirene fiel der Ball zum 70:70 in den Landsberger Korb. Dachau hatte mit 30:23 die 17-Punkteführung der Gastgeber ausgeglichen und es ging in die Verlängerung.

Landsberg setzt alles daran, die Kontrolle über das Spiel zurückzugewinnen und ging durch einen Freiwurf von Michi Teichner auch direkt wieder in Führung. Jetzt ging es hin und her. Eine Minute vor Ende der Verlängerung führten die HSBler wieder mit einem Punkt. Die 2-Punkteführung durch einen 3er für Dachau glich Fabian Ristau Sekunden vor dem Ende wieder aus. Doch wieder mit der Schlusssirene trafen die Spurs zum 79:77 und gingen als mehr als glücklicher Sieger vom Platz.

HSB: N.Brakel, W.Dressler (2), J.Fiebich (10), S.Hudson (33), M.Mamuzic, P.Migala (10), F.Ristau (13), L.Schwinghammer (2), M.-O.Siegwart, M.Teichner (3), D.Titz (4)

DS: A.Arpac (7), C.Glück (13), S.Haberland (22), M.Holderer de Vasconcelos (9), S.Hufgard (7), M.Keser (9), T.Matthes, J.Schwarz (7), F.Widmann (5)

Spurs drehen in Landsberg fast schon verlorenes Spiel

Die Landsberger sahen schon wie der sichere Sieger aus, und „in der ganzen Halle hat wohl keiner mehr einen Pfifferling auf uns gesetzt“, glaubte Coach Werner Mühling. Doch mit einer grandiosen, beherzten Aufholjagd in den letzten fünf Minuten der regulären Spielzeit erzwangen die Dachau Spurs zunächst die Verlängerung. Und holten sich dann dort mit einem „Buzzer-Beater“ tatsächlich noch den Sieg. 77:79 stand am Ende auf der elektronischen Anzeigetafel der Halle am Hungerbachweg in Landsberg. Das war in der Rückrunde der 2. Regionalliga bereits der vierte Sieg der 1865er im fünften Spiel.

Es war ein Spiel, das einige Geschichten zu erzählen hatte. Nach 30 Minuten schien die Partie beim Stand von 57:40 für den Gastgeber vorzeitig entschieden. Und als Landsberg sechs Minuten vor dem Ende immer noch klar führte (65:51), schien alles klar. Das war die eine Geschichte.

Die zweite Geschichte erzählt von einer Mannschaft des TSV 1865 Dachau, die von einer Minute auf die andere wie ausgewechselt spielte. Coach Werner Mühling hatte zu Beginn des letzten Viertels erstmals an diesem Abend eine kleine, bewegliche Aufstellung aufs Feld beordert. Die sollte die Landsberger vor allem in der Verteidigung besser unter Druck setzen, um so das Ruder herumzureißen. Die Taktik ging auf. Das gab den Dachauern auch einen Push im Angriff. Angeführt von Steffen Haberland, Corni Glück und Matheus Holderer de Vasconcelos, holten sie Punkt um Punkt auf, und als Corni Glück sein Team mit zwei schnellen Dreiern wieder in Schlagdistanz (59:66/36. Minute) brachte, witterten die Gäste ihre Chance.

Es folgte die Geschichte der letzten 15 Sekunden des Spiels. Landsberg verteidigt den auf zwei Pünktchen zusammengeschmolzenen Vorsprung (70:68), doch irgendwie schafft es Spurs-Forward Johannes Schwarz, mit Ablauf der Spieluhr von einem Gegenspieler stark bedrängt, einen Dreier zu versenken – der vermeintliche Siegkorb. Doch die Spurs jubeln zu früh. Denn die Unparteiischen haben genau hingeschaut und die Fußspitze von Schwarz beim Wurf auf der Dreipunktelinie gesehen. Sie werten den Korb als normalen „Zweier“ - Verlängerung!

Auch der US-Amerikaner Sharif Hudson ist eine eigene Geschichte, besser gesagt: seine beiden Gegenspieler. Denn Florian Widmann und besonders der unermüdliche Tassilo Matthes schaffen es tatsächlich, Hudson müde zu spielen. Der 26-Jährige schafft nach 24 Punkten in den ersten 30 Minuten in diesem vierten Viertel nur noch deren zwei.

Die letzte Geschichte dieses dramatischen Spiels schreibt schließlich der beste Dachauer an diesem Abend. Es steht 77:77 15 Sekunden vor Ende der Verlängerung, als die Spurs mit schnellem Passspiel Steffen Haberland finden, der nahezu unbedrängt aus der Halbdistanz abdrücken kann. Der Wurf verfehlt sein Ziel, doch Haberland setzt nach und befördert die Kugel im zweiten Versuch noch einmal Richtung Korb. Der Ball tänzelt vom Ring gegen das Brett und fällt schließlich durch die Reuse – die Zeit ist abgelaufen, und diesmal dürfen die 65er zurecht jubeln. Sie feiern einen Sieg in einem hochdramatischen Spiel, dessen Geschichte(n) wohl noch länger in Erinnerung bleiben werden.

kangaroos empfangen milbertshofen

Die BG Leitershofen/Stadtbergen II empfängt am Sonntagnachmittag um 16.30 Uhr in der Stadtberger Sporthalle die Milbertshofen Baskets. Das Team aus dem Norden Münchens ist aktuell direkter Tabellennachbar der Kangaroos mit ebenfalls 14 Pluspunkten auf der Habenseite. Nach wie vor wartet das Team von Trainer Tom Oertel auf den ersten Sieg im Kalenderjahr 2018, der wichtig wäre, um nicht weiter in den Abstiegsstrudel zu geraten. Gegen Milbersthofen wird dies ebenfalls nicht ganz einfach werden, den die BAskets schlugen zuletzt sogar Tabellenführer Bayern München III. Insgesamt müssen fünf Teams aud beiden 2. Regionalligen absteigen, die jeweils Tabellenletzten der Nord und Südstaffel sowiewdie weiteren drei punktschlechtesten Teams. Die aktuelle Punktzahl wird also keinesfalls genügen, die Liga zu erhalten. Bei den Leitershofern setzt man aber auf die Tatsache, noch fünf Heimspiele bestreiten zu dürfen sowie auf die Rückkehr einiger zuletzt verletzter SPieler. Das Vorspiel bestreitet am Sonntag die dritte Herrenmannschaft.

GRÖBENZELL VERLiERT UNGLÜCKLICH GEGEN FREISING

SLAMA JAMA verliert mal wieder unglücklich und verschenkt den Sieg an die Domstädter!

groebenzell 116 Sekunden vor Ende führen die SLAMAS mit 1 Punkte, bekommen zwei Freiwürfe, verwerfen beide und foulen dann auch noch beim Rebound. Freisings Nibler trifft wiederrum beide seiner Freiwürfe und bringt so Freising in Führung. Danach gelingt den Gröbenzellern kein Punkt mehr und Freising kann an der Freiwurflinie die Führung bis auf 4 Punkte ausbauen.

Nach einem 0:6 nach gut 60 Sekunden und einer frühen ersten Auszeit fasst sich Gröbenzell ein Herz und spielt sich bis zum Viertelende in einen Rausch. 18:12 Führung!

Das 2. Viertel wird zunächst 7 Minuten lang geschlafen und Freising konnte wieder auf einen ran kommen. 29:28. Doch dann fasst man sich wieder ein Herz und geht bis zur Viertelpause mit 37:32 in Führung.

Nach der Pause startet Gröbenzell zunächst gut und baut auf 43:36 aus. Doch dann kommt die schlechteste Phase der Heimmannschaft. Freising 15:0 Run. Führungswechsel. 43:51. Doch Rückkehrer Jan Szembek gleicht mit guten Einzelaktionen das Scoreboard etwas aus. Ende 3. Viertel: 50:51.

Doch statt das Momentum zu nutzen, verfällt Gröbenzell wieder in Einzelaktionen und gerät so mit 53:61 ins Hintertreffen.
Doch endlich fielen die Würfe und so konnte man sich Punkt um Punkt heranarbeiten. Minute 39 steht es aber immer noch 69:75 für Freising. Doch dann legten Gorgas, Aristeidou und Heinrich nochmals los und holten binnen 1 Minute und einem 7-0 Run die Führung wieder. 76:75. Der Führungspunkt durch ein And-One-Unsportliches Foul. Einwurf Gröbenzell. Noch 16 Sekunden. Einwurf geht ins Feld. Foul Freising. Sack zu machen?
Erster Freiwurf geht daneben.
Zweiter Freiwurf geht daneben.
Und dann das noch: Foul Gröbenzell beim Rebound.
Folge: 2 Freiwürfe Nibler. Der bleibt cool und holt die Führung an der Linie wieder.

Alles andere war nur noch Formsache...

Was eine bittere und blöde Niederlage...

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