Spurs verlieren Derby in den Schlusssekunden

Sie spielten sich in die Herzen der Zuschauer, ein Erfolg war den Spurs diesmal aber nicht vergönnt: Mit 80:84 (38:39) zogen die 1865-Basketballer in der 2. Regionalliga gegen München Basket erst in den Schlussekunden eines spannenden Derbys. Ein „Dreier-Regen“ der Münchner brachte die Wende, nachdem die 65er lange Zeit geführt hatten.

Es steht 77:69 für Dachau, noch knapp vier Minuten sind in diesem packenden Derby zu spielen. Corni Glück hat gerade zwei Freiwürfe versenkt. Sollten die Spurs die Überraschung in diesem Spiel schaffen?

Zwei Dreier des Münchners Alek Pikl und ein Dreipunktspiel des 1865-Hünen Milan Keser später führen die Dachauer immer noch 80:75. Gut zwei Minuten Spielzeit fehlen noch zum Sieg. Würde es reichen?

Weitere Punkte von Pikl, darunter wieder ein Dreier, und ein Korbleger von Nicolas Schwartz bringen München Basket zum erstenmal seit Beginn der zweiten Halbzeit mit 81:80 in Führung. Es sind nur noch zehn Sekunden zu spielen. Doch die Hausherren haben den Ball und dürfen ihn nach einer von Spurs-Interimscoach Torge Wester genommenen Auszeit in der gegnerischen Hälfte wieder ins Spiel bringen. Würde der in der Auszeit besprochene Spielzug funktionieren?

Er tat es nicht. Die Münchner triumphieren in den Schlussminuten mit einer beherzten Verteidigungsanstrengung und verwandelten Freiwürfen nach taktischen 65er-Fouls doch noch. Sie bringen das Spiel in den letzten 120 Sekunden mit einen 9:0-Lauf, bei den Dachauern will der Ball einfach nicht mehr in den Korb.

Nach dem obligatorischen Dank-Applaus für die Zuschauer, die die Jahnhalle am Samstagabend tatsächlich in einen kleinen Hexenkessel verwandelt hatten, versammeln sich die unterlegenen Spurs am Mittelkreis zur kleinen Schlussbesprechung. „Kein Grund, die Köpfe hängen zu lassen. Ihr habt das Spiel verloren, aber die Herzen der Zuschauer gewonnen“, betonte Wester in der Runde.

Denn die Korbjäger von der Jahnstraße hatten einen leidenschaftlichen Kampf abgeliefert und sich würdig von ihren Fans verabschiedet. „Alle haben heute voll mitgezogen, es gab keinen einzigen Ausfall“, freute sich Wester, der den verhinderten Werner Mühling an der Seitenlinie vertrat. „Am Ende hat uns ein wenig die Cleverness und auch Glück gefehlt, um uns selbst mit einem Sieg zu belohnen.“

Ganz am Ende nicht mehr mitwirken konnte Spielmacher Karol Firek. Mitte des Schlussviertel knickte der 20-Jährige um und zog sich eine Bänderverletzung zu. Er wird den Spurs beim letzten Spiel in Schrobenhausen sicher fehlen.

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