Sieben Minuten Paroli geboten

Sieben Minuten lang währte die Illusion bei den Spurs, beim Tabellenführer der 2. Regionalliga Süd etwas reißen zu können. Angeführt vom langen Milan Keser, erspielten sich die Gäste tatsächlich eine 21:12-Führung. Doch die ersten Wechsel bei Dachau brachten ebenso Sand ins Getriebe wie eine Umstellung der Aiblinger auf Zonenverteidigung. Die Folge war ein aus Spurs-Sicht ernüchternder 16:0-Lauf der Fireballs, der die Kräfteverhältnisse im Handumdrehen wieder zurechtrückte.


Zwar machten die Aiblinger nach der Pause da weiter, wo sie aufgehört hatten – sie schenkten den Dachauern mal schnell einen weiteren 10:1-Lauf ein – doch die Spurs erinnerten sich nun wohl an die Halbzeitansprache von Coach Werner Mühling, der sein Team an der Ehre gepackt und gefordert hatte: „So wollen wir nicht nach Hause fahren!“ Die Spurs nahmen ihren Coach beim Wort und schafften es – wieder in einer siebenminütigen Zeitspanne – sich mit einem 20:8-Zwischenspurt etwas heranzuarbeiten.


Der 58:72-Zwischenstand nach dem dritten Viertel ließ das Handvoll mitgereister Spurs-Fans auf der Tribüne wieder ein wenig hoffen. Doch im Schlussviertel wollte bei den Spurs weder im Angriff noch in der Verteidigung noch recht viel gelingen. Fireballs-Kunstschütze Miodrag Mirceta spielte nun mit seinen jeweiligen Verteidigern Katz’ und Maus, er erzielte in dieser Phase 15 seiner insgesamt 28 Punkte. Er war es auch, dem es mit zwei Freiwürfen in der Schlussminute gelang, den „Hunderter“ für sein Team voll zu machen.

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