Dämpfer für die Dachau Spurs

Kein gutes Spiel machten die Dachau Spurs in der Pasinger Fischer-von-Erlach-Halle. Die 54:70-Niederlage bei DJK SB München war insofern nicht unverdient. „Wir haben unseren Plan nicht gut umgesetzt und viel zu fehlerhaft gespielt“, fand Werner Mühling, der Trainer der Basketballer des TSV 1865.

Zufrieden sein konnte der Spurs-Coach eigentlich nur mit dem ersten Spielviertel. Mit 12:12 ging es in die erste Vietelpause, nachdem zumindest in der Spurs-Defensive die Rädchen gut ineinandergriffen.

Mit einem 14:0-Lauf rissen die Pasinger „Frösche“ dann aber zu Beginn des zweiten Abschnitts das Spiel an sich. Die treffsicheren Münchner Flügelspieler bekamen viel zu große Freiräume von den Dachauer Verteidigern und bedankten sich immer nun immer häufiger mit Treffern aus der Distanz.

Dreh- und Angelpunkt war Ex-Spur Sam Scheurich, den die 1865er an diesem Abend überhaupt nicht in den Griff bekamen. Scheurich schüttelte seine Bewacher in schöner Regelmäßigkeit ab und zog in Richtung Korb, nur um dann einen freiwerdenden Mitspieler auf dem Flügel einzusetzen, weil dessen Verteidiger zu Hilfe eilen musste. Dabei vergaß der kleinste Spieler auf dem Feld auch nicht, selbst zu punkten: Mit 20 Zählern, darunter vier Dreiern, war er bester Scorer an diesem Abend und machte gegen seine alte Mannschaft das beste Spiel in dieser Saison.

Das Kräftemessen auf den Rückraumpositionen gewannen eindeutig die treffsicheren Pasinger, die zwölfmal von jenseits der Dreipunktelinie einnetzten.

Unter dem Korb ließen die Dachauer zwar wenig zu und sicherten sich auch eine klare Reboundüberlegenheit. Auf der anderen Seite „vergaßen“ sie allerdings, den Plan von Coach Mühling umzusetzen, die Langen um Milan Keser verstärkt einzusetzen, um auch dort die Vorteile auf den großen Positionen zu nutzen. Wenn Keser oder auch Akin Arpac den Ball mit ihrem Gegenspieler im Rücken bekamen, dann konnten sie sich durchaus einige Male durchsetzen. Doch wurde das Spielgerät viel zu selten auf die korbnahen „tiefen“ Positionen weitergereicht.

Allzu oft verzettelten sich die Spurs-Guards im Rückraum, verloren die Bälle oder versuchten mit der Brechstange zum Korberfolg zu kommen. Bis zur Halbzeitpause konnten die Spurs nur noch Schadensbegrenzung betreiben. Und auch nachdem sich die Münchner gegen Ende des dritten Viertels erneut abgesetzt hatten (54:41), konnten sich die 65er noch einmal herankämpfen (54:61/38.). Doch es blieb ein Strohfeuer. Zu vieles blieb aus Dachauer Sicht an diesem Abend Stückwerk, zu fehlerhaft wurde auf beiden Spielfeldseiten agiert, zu wenig die vorgegebene Marschroute eingehalten. Nach drei Siegen in Folge ein Dämpfer für die Mühling-Schützlinge.

Suchen

Benutzeranmeldung

Social Network

Die ständigen Mitglieder:

 

LV Bayern

LV Sachsen

LV Thüringen

 

Copyright © 2017. All Rights Reserved.