Spurs gewinnen gegen MIL Baskets

„Der Milbertshofen-Fluch ist nach zweieinhalb Jahren endlich beendet“, freute sich ein erleichterter Spurs-Coach Werner Mühling. Seine Mannschaft hatte soeben mit 76:73 (33:40) das wichtige Nachbarschaftsduell gewonnen – der letzte Sieg gegen die MIL Baskets aus Milbertshofen datierte vom Oktober 2015!

Die Ballverluste minimieren, möglichst viel über die Großen spielen und in der Verteidigung die Eins-gegen-eins-Situationen bestehen – das war die von Mühling ausgegebene Marschroute. Das klappte über weite Strecken recht gut. Zwar erwischten die 1865er den deutlich schlechteren Start, kamen im ersten Viertel ein ums andere Mal zu spät in der Verteidigung und trafen wenig in der Offensive. Die Gäste aus Milbertshofen wirkten wesentlich frischer, entschlossener. Doch die Dachau Spurs rafften sich im zweiten Viertel auf und legten nun wesentlich mehr Energie an den Tag. Die Defensive zwang nun die Gäste immer häufiger zu Fehlern und schlecht vorbereiteten Abschlüssen. Zweite Wurfchancen wurden den Münchner zudem nicht erlaubt, denn abprallende Bälle pflückten vor dem eigenen Korb fast stets die 65er herunter.

Hatte Centerhüne Milan Keser im ersten Viertel noch das Angriffsspiel der Hausherrn getragen, bekam der 2,06-Meter-Mann nun auch Unterstützung von seinen Mitspielern, die an Sicherheit gewannen. Die Spurs glichen aus, um dennoch mit einem Sieben-Punkte-Rückstand in die Pause zu gehen. Denn für rund eineinhalb Minuten waren sie am Ende der ersten Halbzeit unaufmerksam und kassierten drei Dreier der Milbertshofener in Folge. Doch die Dachauer arbeiteten sich wieder heran, nach 30 Minuten war alles nach wie vor offen (55:56).

Das Schlussviertel gehörte dann den Dachauer Korbjägern. Mit flüssigen Kombinationen erspielten sie sowohl unter dem Korb als auch aus der Distanz hochprozentige Abschlüsse und setzten sich zum erstenmal überhaupt in diesem Spiel ab (73:64/38.).
Dass das Ende doch noch einmal höchst spannend wurde, mit fast schon dramatischen Zügen, war der rätselhaften Schwäche der 1865er an der Freiwurflinie zuzuschreiben. Als die Gäste mit taktischen Fouls begannen, schossen die Spurs reihenweise Fahrkarten. Allein in den letzten eineinhalb Spielminuten setzten sie von elf Versuchen acht daneben! „Das ist mir wirklich ein Rätsel. Es ist ja nicht so, dass wir nicht im Training reichlich Freiwürfe üben würden“, erklärte Coach Mühling.

Dass sich die Spurs schließlich trotz der unterirdischen Freiwurfquote nicht mehr die Butter vom Brot nehmen ließen, hatten sie ihrer Verteidigung zu verdanken. Dachaus Bester an diesem Abend, der lange Milan Keser, war auch hier eine Bank. Und so passte es, dass er schließlich auch bei der entscheidenden Szene wenige Sekunden vor der Schlusssirene maßgeblich beteiligt war. Denn als der bis dato weitgehend bei Igor Jurakic und Johannes Schwarz abgemeldete Ex-Spur Marco Hillebrecht zum Korb zog, war bei Keser Endstation: Die Schiedsrichter entschieden auf Offensivfoul gegen Hillebrecht. Und als sich Milbertshofens Coach Zupcic darob erboste, handelte er sich noch ein Technisches Foul ein. Den fälligen Freiwurf verwandelte (!) Corni Glück zum 76:73-Endstand.

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