Spurs-Sieg nichts für schwache Nerven

Nachdem die Spurs in den vergangenen Jahren bei Vorbereitungs-, Pokal- sowie Punktspielen die Halle an der Fischer-von-Erlach-Straße stets als Verlierer verließen, legten sie diesen kleinen Fluch jetzt endlich ab. Bis der 87:85-Erfolg bei DJK SB München unter Dach und Fach war, durchlebten Spieler, Trainerstab und mitgereiste Spurs-Fans allerdings ein Auf und Ab in heuer selten dagewesener Form.

87:85, noch fünf Sekunden auf der Uhr, Einwurf der Spurs in der gegnerischen Hälfte, das müsste doch reichen? Es ist typisch für dieses Spiel, dass es doch noch fast schief geht für die Spurs. Denn die Pasinger erobern mit geschickter Überzahlverteidigung tatsächlich noch einmal ohne Foul den Ball. Und die Spurs müssen ihrerseits in der Defensive darum kämpfen, dass die Hausherrn keinen richtigen Wurf mehr losbringen – der aus acht Metern von einem Münchner abgefeuerte Ball verhungert auf dem Weg zum Korb.

Ein „würdiges“ Ende einer zerfahrenen Partie, in der die Spurs meistens den Ton angaben, mit vielen Leichtsinnsfehlern aber eben auch herausgespielte Führungen stets wieder herschenkten.

Unter dem Korb war Akin Arpac erneut eine Bank, setzte sich trotz klarer Größennachteile immer wieder im „Eins-gegen-Eins“ gegen Oliver Russ und Sebastian van Gosen durch. Auf der Aufbauposition dirigierte Youngster Karol Firek souverän seine Nebenleute, der 19-Jährige leistete sich als einer der wenigen kaum Fehler. Und auf den Flügelpositionen war mit Corni Glück, Caleb Willis und Manu Prediger ordentlich Feuerkraft vorhanden. Aus der Halbdistanz überzeugte zudem wie seit Wochen Sebastian Hufgard mit enormer Treffsicherheit.

Lediglich zu Beginn des zweiten Viertels leisteten sich die Dachauer eine kleine Schwächephase (24:33/14.), kämpften sich aber wieder heran. Als sie sechs Minuten vor Schluss klar führten (74:65), schien alles gerichtet. Doch die Gastgeber gaben noch nicht auf, im Gegenteil: Mit vier Wahnsinnsdreiern innerhalb von zwei Minuten – insgesamt trafen die Pasinger 13 Mal aus großer Distanz – glichen sie nicht nur aus, sie gingen gar in Führung (83:78). Die Spurs waren kurzzeitig geschockt.

Akin Arpac und Dachaus Bester an diesem Nachmittag, Manu Prediger, erholten sich am schnellsten und glichen wieder aus. Und als Prediger mit einem Dreier aus der Ecke seine Farben in der Schlussminute wieder in Führung brachte, gaben die Spurs diese danach nicht mehr her. Auch wenn sie noch besagte dramatische Schlusssequenz zu überstehen hatten.

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