Spurs zeigen zwei Gesichter

„Das war die schlechteste Halbzeit in dieser Saison“, ärgerte sich Werner Mühling. Der Spurs-Coach rätselte noch lange nach Spielschluss, warum sein Team in den zweiten 20 Minuten so dermaßen neben der Rolle war: Die 1865er verloren gegen die Pasinger mit 76:84 (45:35).

Sicher, der Tabellenzweite aus dem Münchner Westen war keine Laufkundschaft und brachte die Dachauer nach der Pause immer wieder in Schwierigkeiten, als man die Bemühungen in der Verteidigungsarbeit deutlich steigerte. Das allein war aber nicht der Grund, warum das Momentum in der Folge immer mehr auf DJK-Seite lag. Vielmehr machten sich die 65er selbst das Leben schwer, indem sie hektisch wurden und sich reihenweise Fehlpässe und schlecht vorbereitete Abschlüsse leisteten.

Negativer Höhepunkt war eine Phase zwischen der 21. und 28. Spielminute, als den Spurs sieben Minuten lang kein einziges Pünktchen gelang und sie – angeführt von ihrem Besten, Igor Jurakic (23 Punkte) – mit einem 11:0-Lauf erstmals ausglichen (49:49).

Spätestens jetzt war sie dahin, die Leichtigkeit, die die Spurs in den ersten 20 Minuten an den Tag gelegt hatten. Da war Bewegung im Offensivspiel gewesen, war der Ball so lange von einem zum anderen gewandert, bis sich den Spurs eine hochprozentige Wurfmöglichkeit bot. Akin Arpac, Caleb Willis und Manu Prediger brillierten, trafen beinahe nach Belieben. 30 Punkte sammelte 1865 allein im ersten Viertel. Und als sie im zweiten Abschnitt dann auch noch in der Defensive besseren Zugriff auf die Pasinger bekamen, setzten sie sich mit bis zu 14 Punkten ab (44:30/ 18.). „Das war richtig schön anzuschauen“, fand nicht nur Werner Mühling.

Doch so viel die Dachau Spurs in den ersten 20 Minuten richtig machten, so viel machten sie später falsch. Zwar lagen sie nach 30 Minuten immer noch mit 60:54 in Führung, doch verloren sie den Faden. DJK kämpfte sich ins Spiel zurück, ging in Führung, ohne zu glänzen.

Als Akin Arpac mit einem wilden Dreier und Kapitän Steffen Haberland drei Minuten vor Schluss ihrer Mannschaft noch einmal den Ausgleich bescherten (71:71), keimte bei den Spurs-Fans auf der Tribüne die Hoffnung auf, ihre Mannschaft könnte das Ganze doch noch zu einem guten Ende bringen. Doch Jurakic und Ex-Spur Sam Scheurich (15 Punkte) brachten ihre Mannschaft endgültig auf die Siegesstraße.

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