Bayreuther empfangen feststehenden Meister und Aufsteiger

Zum letzten Heimspiel der Regionalliga-Saison treten die TenneT Young Heroes Bayreuth am kommenden Samstag zum oberfränkischen Derby gegen den BBC Coburg an. Der Ligaprimus machte am vergangenen Wochenende verspätet den Aufstieg in die ProB perfekt. Tip-Off ist bereits um 14:30 Uhr im Sportzentrum.

Trotz 10 Punkte Vorsprung auf den Zweiten der Tabelle bei nur drei verbleibenden Ligapartien, konnte der BBC Coburg die Meisterschaft sowie den Aufstieg erst durch einen Sieg im Heimspiel gegen Jena am vergangenen Wochenende feiern. Grund war ein bisher noch ungeklärter Hackerangriff auf die Meldesoftware des BBC vor drei Wochen, der den Meldestatus einiger Kaderspieler des Vereins verfälschte. Die Meisterfeier, die eigentlich bereits zwei Wochen vorher geplant war, musste aufgrund der noch ausstehenden Reaktion der Ligaleitung auf den Hackerangriff (und einem damit verbundenen möglichen Punktabzug) um zwei Wochen nach hinten verschoben werden, um endgültig sicherzugehen.

Trotz der turbulenten letzten Wochen für den Verein, ließ sich die Mannschaft von Trainer Simon Bertram die letzten Partien nicht beirren und holte weiterhin Sieg um Sieg. Die 112:66-Machtdemonstration am vergangenen Wochenende gegen Jena war bereits der elfte Erfolg in Serie für den BBC, der seit Anfang Januar kein einziges Ligaspiel mehr verlor.

Als echter Glücksgriff erwies sich vor der Saison die Verpflichtung des amerikanischen Forwards Jordan Burris-Morton, der mit fast 22 Punkten im Schnitt auf Platz fünf der ligaweiten Scoring-Liste steht und zudem neun Rebounds pro Partie abgreift. Aber auch altbewährte Kräfte aus Coburgs Kader, wie z. B. Fabian Franke oder Steffen Walde, sind für den Durchmarsch der Coburger aus der 2. Regionalliga in die ProB hauptverantwortlich. Diesen Durchmarsch meisterte der BBC überraschend problemlos mit lediglich zwei knappen Niederlagen aus 24 Partien in einer sehr ausgeglichenen Liga.

Die Situation in der Wagnerstadt könnte gegenteiliger nicht sein. Mit nur drei Siegen im bisherigen Saisonverlauf fehlen der Bundesligareserve weiterhin zwei Punkte auf den vorletzten Tabellenplatz, um wenigstens ein wenig auf einen Nichtabstieg hoffen zu dürfen. Dass dieser Rückstand in den verbleibenden zwei Wochen noch aufgeholt werden kann, ist ob des schweren Restprogramms des Tabellenletzten stark zu bezweifeln. Nach dem Duell gegen Ligaprimus Coburg müssen die Bayreuther am nächsten Wochenende zum Dritten der Tabelle, dem TuS Bad Aibling.

Hoffnung auf Seiten der TenneT Young Heroes macht zumindest die Kaderbesetzung: Nachdem die zwei Nachwuchskräfte Fritsch und Perschnick am vergangenen Wochenende gegen Oberhaching noch passen mussten, werden sie diese Woche wieder einsatzbereit sein. Auch bei Kapitän Jonas Riesner ist zu erwarten, dass er seine Rückenprobleme vollständig auskuriert hat und voll belastbar ist. Doch selbst in Bestbesetzung wäre ein Sieg gegen den BBC Coburg eine große Überraschung. Zumal sich das Heimspiel, aufgrund der üblicherweise zahlreich mitreisenden BBC-Fans, eher wie ein Auswärtsspiel in eigener Halle anfühlen wird.

Marcel Schröder, Coach der TenneT Young Heroes, hat großen Respekt vor dem kommenden Gegner: „Coburg ist mit Sicherheit die stärkste Mannschaft der Liga und verdienter sowie würdiger Aufsteiger in die ProB. Sie sind individuell stark besetzt und verfügen über viele Möglichkeiten, ihre Aufstellung zu variieren und auf den Gegner anzupassen. Mit ihrer Spielweise dominieren sie das Spieltempo und erarbeiten sich freie Würfe von der Dreierlinie heraus, die sie hochprozentig treffen. Außerdem haben sie in Burris-Morton wohl den besten Import-Spieler der Liga in ihren Reihen.“

Schröder ist klar, dass es einen perfekten Tag seines Teams braucht, um einen Überraschungscoup landen zu können: „Um gegen einen so starken Gegner bestehen zu können, müssen wir sowohl im Angriff als auch in der Verteidigung als Team zusammenarbeiten. Wir müssen dazu in der Lage sein, das Spieltempo der Coburger zu kontrollieren und dürfen keine leichten Punkte zulassen. Offensiv wollen wir selbst den Fastbreak forcieren und zu guten Abschlussmöglichkeiten kommen, bevor der BBC seine Halbfeldverteidigung aufbauen kann.“

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