TenneT Young Heroes unterliegen Coburg knapp nach starker Leistung

In einem wahren Krimi unterlagen die TenneT Young Heroes Bayreuth dem feststehende Meister und Aufsteiger BBC Coburg am vergangenen Samstag mit 75:79. Die Bayreuther hatten den haushohen Favoriten im letzten Heimspiel der Saison am Rande einer Niederlage und hätten mit etwas mehr Glück die Sensation schaffen können.

Kurzfristig ohne die Leistungsträger Adler und Genz im Kader, dafür mit Nachrücker Nicolai Ullmann, war es das primäre Ziel der TenneT Young Heroes vor der Partie, dem kommenden ProB-Ligisten das Leben so lange wie möglich schwer zu machen. Zuerst sah es jedoch eher nach einer Abreibung für das junge Heimteam aus. Unterstützt von zahlreichen mitgereisten Fans kam der Regionalliga-Meister deutlich besser aus den Startlöchern und führte nach fünf Minuten bereits mit 3:12. Mühsam kämpften sich die Wagnerstädter ins Spiel, fanden dann aber ihren Rhythmus und konnten durch schöne Ballrotationen bis zum Viertelende noch auf 11:16 verkürzen.

Auch die meiste Zeit des zweiten Viertels lief die Bundesligareserve einer deutlichen Coburger Führung hinterher. Dabei hatten sie vor allem mit dem blitzartigen Umschaltspiel des BBC Probleme, durch die der Gast zu vielen einfachen Punkten kam. Zwei Minuten vor der Halbzeitpause war es dann der amerikanische Forward Burris-Morton in Reihen Coburgs, der seinem Team zum ersten Mal eine zweistellige Führung verschaffte. Diese konnte das Heimteam vor der Sirene jedoch wieder auf 27:35 verkürzen.

Coach Marcel Schröder versuchte, sein Team in der Kabine anzustacheln. Trotz des Rückstandes, erinnerte er in seiner Halbzeitansprache daran, dass an diesem Tage gegen den Favoriten aus Coburg durchaus etwas zu holen sei, wenn man die Defensive etwas stabilisieren und weniger einfache Punkte zulassen könne.

Die Ansprache verfehlte ihre Wirkung nicht. Zwar stieg die Gästeführung direkt nach dem Start des dritten Viertels noch einmal kurzzeitig an, jedoch fingen die TenneT Young Heroes daraufhin „Feuer“. Drei Dreier aus drei Angriffen durch Riesner und Johannes, sowie ein Fastbreak-Lay Up des Kapitäns direkt danach, verkürzten den Rückstand innerhalb von 90 Sekunden auf nur noch vier Punkte. Während der Tabellenführer merkbar nervös wurde, lief es beim Heimteam nun offensiv und defensiv. 45 Sekunden vor dem Ende des dritten Durchgangs verkürzten zwei Freiwürfe von Philipp Johannes den Rückstand sogar auf nur einen Punkt. Doch ärgerliche sechs Zähler hintereinander vom Amerikaner Burris-Morton ergatterten dem BBC eine komfortablere Führung zum Viertelende zurück. Es stand 50:57.

Selbst der späte Schock im dritten Viertel konnte die Aufholjagd der TenneT Young Heroes nicht stoppen. Im Abschlussviertel knüpften sie nahtlos an die starke Phase des dritten Viertels an. Schnell waren sie wieder auf wenige Punkte an den Coburgern dran und ließen den feststehenden Meister nicht mehr davonkommen. Zu diesem Zeitpunkt fand man oft den Weg „inside“ zu Center Julius Seither, der durch Pick’n’Rolls freigespielt werden konnte oder sich wichtige Offensiv-Rebounds schnappte. Seine zwei verwandelten Freiwürfe 20 Sekunden vor dem Ende brachten den Underdog auf 72:74 heran. Im direkten Gegenzug erhöhte der BBC wieder auf 72:76, sodass die Wagnerstädter gezwungen waren, in den verbleibenden 15 Sekunden schnell zu punkten und den Gegner an die Freiwurflinie zu schicken. Kapitän Riesner traf den wichtigen Dreier zum 75:76 sogar nach nur 5 weiteren Sekunden. Doch sollten diese Zähler die letzten seines Teams an diesem Abend bleiben, während der BBC von der Freiwurflinie keine Schwächen mehr zeigte. Der BBC Coburg gewann schließlich etwas glücklich mit 75:79 in Bayreuth.

Die TenneT Young Heroes verließen den Court abermals mit hängenden Köpfen nach der erneuten Niederlage. Dennoch wussten sie auch, dass sie den Favoriten aus Coburg durch eine starke Leitung fast besiegt hätten. Daran wollte auch Trainer Schröder nach der Partie noch einmal erinnern: „Im letzten Heimspiel der Saison gegen die dominierende Mannschaft der Regionalliga sowie den bereits feststehenden Meister Coburg, hat die Mannschaft eine der besten Saisonleistungen abgeliefert. Trotz des Ausfalls von Nico Genz und Marius Adler waren wir auf Augenhöhe und haben die Coburger bis zum Schluss gefordert. Der Sieg wäre der Mannschaft zu gönnen gewesen, aber leider fehlte uns – wie so oft in dieser Spielzeit – am Ende das nötige Glück. Defensiv wie offensiv hat die Mannschaft leidenschaftlich und selbstlos gespielt. Besonders die jungen Spieler haben die durch die Ausfälle entstandenen Lücken gut geschlossen.“

Punkteverteilung:

Faatz, Johannes 11, Kral 11, Krug, Kurth 3, Perschnick 10, Riesner 15, Seither 20, Trieb 5, Ullmann

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