Kangaroos besiegen in sensationeller Partie Bad Aibling

Die BG TOPSTAR Leitershofen/Stadtbergen hat am Samstagabend einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt in der 1. Regionalliga Südost getätigt. Die Kangaroos bezwangen in einer hochdramatischen Partie den Tabellendritten TuS Bad Aibling Fireballs vor 450 Zuschauern sensationell mit 97:94 (43:42). Es war der bereits sechste Sieg im zehnten Spiel der Rückrunde für die BG, mit 18 Zählern hat man den Vorsprung auf den direkten Konkurrenten Zwickau dadurch auf nunmehr vier Punkte ausgebaut.

Bevor es am Samstag aber überhaupt losgehen konnte, musste die medizinische Abteilung der Leitershofer um Mannschaftarzt Dr. Rolf Pesch und Physio Marco Iaquinta erst einmal Schwerstarbeit verrichten. Die Schwellung am Knöchel von Josh Hart zu Wochenanfang lies eher auf das frühzeitige Saisonende für den US-Amerikaner schließen als an einen Einsatz gegen Bad Aibling. Dazu trainierte Nedim Hadzovic die ganze Woche wegen Meniskusbeschwerden nicht, während Dominik Veney zumindest unter der Woche sein Aufbautraining nach der langen Verletzungspause fortführen konnte. Aber im Abstiegskampf bissen dann alle Kangaroos auf die Zähne. Die Stadtberger kamen auch gut ins Spiel, gaben die Führung im ersten Viertel lediglich beim Stande von 7:9 einmal ab und entschieden die ersten zehn Minuten mit 25:19 für sich. Danach kamen die Gäste vom Mangfall aber besser ins Spiel und hatten es vor allem ihrem serbischen Distanzschützen Miodrag Mirceta zu verdanken, der mit drei Dreiern in Folge Bad Aibling zwischenzeitlich mit 39:37 in Führung brachte. Da aber auch die Leitershofer an diesem Abend besonders gut von jenseits der Dreierlinie aufgelegt waren, nahm man trotzdem eine hauchdünne Führung mit in die Halbzeitpause. Zu diesem Zeitpunkt war Milan Tesic nach einem Zusammenprall mit den kantigen Centern des Gegners bereits mit einer Gehirnerschütterung ausgeschieden, der 21-jährige war vollkommen benommen, sein Weg führte nach der Partie direkt ins Krankenhaus.

Der Start des dritten Viertels gehörte dann wiederum den Oberbayern, die nach 22 Minuten beim Spielstand von 48:43 ihre höchste Führung im Spiel verzeichnen konnten. Das Match schien nun zu Gunsten des Favoriten zu kippen, der seine Rechnung aber ohne die Begeisterung des Leitershofer Publikums und die Willenskraft der Leitershofer Akteure gemacht hatte. Mit einem 18:3 Zwischenspurt spielte sich die BG jetzt in einen wahren Rausch, ein ums andere Mal versenkte nun Emanuel Richter Würfe von jenseits der 6,25 Meter Linie in der Reuse. Fünf Treffer bei lediglich sieben Dreierversuchen für den 29-jährigen Guard darf man als durchaus überdurchschnittliche Quote für Regionalligaverhältnisse bezeichnen. Einige Male spielten die Kangaroos jetzt eine 10-Punkte Führung heraus: 66.56 stand es in der 27. Minute, 71:61 kurz darauf, 80:70 dann sieben Minuten vor dem Ende. Ein solcher Vorsprung ist aber im Basketballsport fast gar nichts, und in einem solch von der Offensive geprägten Spiel schon erst recht nicht. Demzufolge kamen die Bad Aiblinger immer wieder heran. Beim 84:88 hielt dann Michael Dorsch eineinhalb Minuten vor dem Schluss dagegen, mit 88:93 ging es in die letzte Minute. Nedim Hadzovic musste jetzt mit fünf Fouls vom Spielfeld. Aibling verkürzte per Dreier auf 91:93, Josh Hart gelang wenige Sekunde vor dem Ende ebenfalls per Dreier mit letzter Kraft das 96:91. Dann kam Bad Aibling drei Sekunden vor dem Ende etwas überraschend zu weiteren drei Freiwürfen, verwandelte alle und foulte anschließend Emanuel Richter. Der krönte seine Leistung und verwandelte zwei Sekunden vor dem Ende einen weiteren Freiwurf, der Verzweiflungsdreier der Aiblinger aus der eigenen Hälfte mit der Schlusssirene fand dann sein Ziel nicht mehr.

Der Jubel war nach dem Spiel natürlich entsprechend groß, es war wahrscheinlich die beste Saisonleistung der Leitershofer in dieser Spielrunde gegen einen alles andere als schwachen Gegner, der sich aber als fairer Verlierer zeigte und die Leistung der Stadtberger durchaus anerkannte. Am kommenden Samstag führt der Weg der Kangaroos dann zum VfL Treuchtlingen, ebenfalls einem der absoluten Spitzenteams der Liga. Die Konstellation in der Regionalliga ist nach dem 23. Spieltag nun so, dass Zwickau aus den letzten drei Spielen zwei Siege mehr als Leitershofer einfahren muss, um den sicheren elften Tabellenplatz, den die BG nun punktgleich mit dem Zehnten HAPA Ansbach einnimmt, noch selbst zu erreichen.

BG TOPSTAR Leitershofen/Stadtbergen: Hart (19/2 Dreier), Nicolas Breuer (16/4 Dreier), Londene, Braun (9/1 Dreier), Uhlich (9/1 Dreier), Dorsch (5/1 Dreier), Hadzovic (18), Tesic, Veney, Richter (21/5 Dreier).

Beste Werfer Bad Aibling: Valérien (22), Mirceta (20/6 Dreier), Bradaric (16), Grujic (13), Marco Hack-Vazquez (12)

Im Vorspiel bezwang die U12 der Kangaroos als Tabellenführer den direkten Verfolger Memmingen mit 81:68. Für das schwäbische „Final Four“ war die Mannschaft bereits schon zuvor qualifiziert, ebenso wie die U10 und die U16 der Leitershofer.

Stimmen zum Spiel:

BG-Trainer Stefan Goschenhofer: „Die Mannschaft hat wirklich alles gegeben und wurde vom Publikum sensationell getragen. Ich bin wirklich begeistert, wie alle Spieler trotz der vielen Verletzungen auf die Zähne gebissen haben. Wir trainieren jetzt erst am Mittwoch wieder. Nicht weil der Klassenerhalt sicher ist, das ist er noch lange nicht, sondern weil nach diesem Spiel kaum noch einer laufen kann und wir einfach nicht genügend gesunde Spieler haben.“

BG-Co-Trainer Tommy Nadir: „14 Dreier bei einer Quote von 56% haben heute den Ausschlag gegeben, vor allem Nico und Emanuel hatten heute das Visier perfekt eingestellt.. Wir wussten wie stark Bad Aibling offensiv ist, ganz ausschalten kann man die nie, aber wir haben mit deren Waffen dagegen gehalten. “

BG-Kapitän Emanuel Richter: „Ich glaube es war ein tolles Spiel von beiden Seiten. Jetzt sieht es gut aus, aber es ist noch nichts gewonnen. Die Moral und der Zusammenhalt in der Truppe sind sensationell, wir müssen jetzt auch nicht mehr auf andere Teams schauen sondern können auf unsere Stärke bauen. Vier Siege aus den letzten fünf Spielen sprechen eine deutliche Sprache für unsere momentane Stärke.“

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