Späte Jenaer Aufholjagd in Rosenheim von Erfolg gekrönt

jena scPersonell gehandicapt nach Bayern aufgebrochen, selbst Trainer Farsin Hamzei stand in der Mannschaftsaufstellung, gelang Science City Jena am Samstagabend in Rosenheim ein sensationeller 76:70-Erfolg. Der Einschub mit Verweis auf den Jenaer Coach soll dabei keinesfalls die sicher noch großartigen basketballerischen Qualitäten von „Tornado“ Hamzei schmälern, sondern lediglich die äußerst angespannte Lage im Kader der Saalestädter verdeutlichen. Ohne die beiden Doppellizenz-Spieler Darian Cardenas und Richard Rietschel in den Süden Deutschlands gestartet, sprach Hamzei vor dem Duell bei den 2017 bisher auf der Überholspur links blinkenden Bayern von einem Lernprozess seiner jüngeren Spieler. Gelernt haben sie. Diese Tatsache mussten schlussendlich auch die Gastgeber akzeptieren, die in der 37.Minute schon wie der sichere Sieger aussahen, bevor Science City im Endspurt mit einem unglaublichen 17:3-Lauf das Blatt wendete.

„Wir konnten in der ersten Halbzeit den Ball gut bewegen, haben dann aber über weite Teile der zweiten Hälfte zu statisch agiert. In der Schlussphase hat das Team noch einmal alle Hebel in Bewegung gesetzt und sich dafür ein riesengroßes Kompliment verdient. Meine Mannschaft hat sich den Sieg ungeachtet der individuellen Statistiken einzelner Spieler mit einer geschlossenen Leistung im wahrsten Sinne des Wortes erkämpft“, sagte Hamzei nach dem wichtigen Sieg. „Ich hatte das Trikot unter dem Hemd bereits angezogen. Danke an die Mannschaft, die mir einen Einsatz erspart hat“, zeigte sich Hamzei nach dem Sieg mit einem Lächeln erleichtert.

Während die 2. Mannschaft von Science City Jena nach nunmehr elf Siegen auf einen sehr stabilen 6. Platz klettert, fünf Spieltage vor dem Saisonende sechs bzw. acht Punkte Vorsprung auf Leitershofen und Zwickau aufweist, sollte ein Heimsieg am kommenden Wochenende gegen Bayreuth (11.03.2017, 13.30 Uhr, Sportgymnasium) auch rechnerisch alle Zweifel eines Jenaer Verbleibs in der vierthöchsten Spielklasse beseitigen können. 

Nachdem der Jenaer Regionalliga-Aufsteiger hochmotiviert in die Partie startete, in der 3. Minute bereits auf 17:5 enteilen konnte, fanden die Hausherren bis zum Ende des Auftaktviertels ihren Rhythmus, lagen nach der Jenaer 21:18-Führung in der ersten Viertelpause nur noch drei Zähler zurück. In einem ausgeglichenen, von vier Führungswechseln geprägte zweite Abschnitt blieb das Duell weiterhin eng und umkämpft, eröffnete Science City Jena erst unmittelbar vor der Halbzeitsirene die Tür, um sich mit einem 36:31-Vorsprung in die Kabine zu verabschieden. Durch den Rückstand angestachelt, kamen die Rosenheimer nach der Pause zurück. Zunächst auf 39:39 (23.) egalisierend, kippte die Begegnung mit zunehmender Spielzeit nun in Richtung der DJK. Vor dem Start in das Abschlussviertel mit einem 58:51-Rückstand konfrontiert, schien die Partie endgültig in Richtung der Hausherren auszupendeln. Nachdem Adrian Gheorghiu für die Rosenheimer auf 63:55 vorgelegt hatte und auch Timo Fliege in der 37.Minute an der Freiwurflinie auf 67:59 erhöhen konnte, schwanden fast alle Hoffnungen auf einen Jenaer Auswärtssieg. Fast, denn mit der späten Hereinnahme von Vincent Garrett in der 37.Minute kippten neben dem Spiel plötzlich auch die Gastgeber. Angeführt vom US-Amerikaner, der in 166 Sekunden straffe 14 Punkte verbuchte, sowie Georg Glück, der bei Jenas Aufholjagd drei wichtige Zähler beisteuerte, legte Science City einen beeindruckenden 17:3-Lauf hin, welcher die Begegnung spät, jedoch nicht zu spät für den Thüringer Regionalligisten entschied.

 SCJ: Garrett 33 Punkte (11 Reb.), K. Glück 13, G. Glück 10, Morschhäuser 7, Rahn 6, Memic 3, Schneider 2, Lange 2, Olowookere, Krause, Holthaus – Hamzei (DNP)

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