Tropics-Sieg als Sinnbild einer ganzen Saison

Oberhaching neuGelbhemden gewinnen in Rosenheim und sichern sich sechsten Platz

Das Buch der Regionalliga-Saison Südost ist für die Basketballer der TSV Oberhaching Tropics geschlossen. Die Gelbhemden gewannen die abschließende Partie beim SB DJK Rosenheim mit 71:66 (40:23). Als Belohnung schnappen sie sich in letzter Sekunde noch den sechsten Tabellenplatz. Die Tropics machten es aber einmal mehr spannender als nötig. In einer wilden Schlussphase behielten Malo Valérien und Co. aber die Nerven und brachten den Sieg nach Hause.

Aus is und gar is, und schad is, dass’s wahr is. Wobei es für die Tropics wahrscheinlich gar nicht so schade ist, dass die Regionalliga-Saison 2015/2016 in den Geschichtsbüchern steht. Eine Spielzeit mit weniger Höhen als Tiefen ist rum, und die Mannschaft von Trainer Robert Maras hat sie mit einem Sieg beendet. Das 71:66 gegen den SB DJK Rosenheim zeigte zum Abschluss noch einmal auf, wie wechselhaft die Gelbhemden seit Ende September auf dem Parkett agiert hatten. Nach souveränen 35 Minuten, als man mit knapp 20 Punkten führte, verschenkten die Jungs vom Kyberg fast noch den schon sicher geglaubten Sieg.

„Es ist glaube ich angebracht, hier von einer ‚Seuchensaison’ zu sprechen“, sagte Maras nach dem Spiel, als sich die Gemüter wieder beruhigt hatten. Gut, dass man diese „Seuchensaison“ dann doch noch mit einem positiven Ende versehen konnte: Durch den Erfolg in Rosenheim und der gleichzeitigen Niederlage von Friendsfactory Schwabing bei den Baskets Vilsbiburg (83:105) springen die Tropics noch auf den sechsten Tabellenrang und beenden die Saison mit einer ausgeglichenen Bilanz (13:13). Die Sportbund-Basketballer hingegen müssen weiter um den Klassenverbleib zittern. Sie schließen auf dem vorletzten Platz ab und hoffen nun, dass die TG Würzburg nicht aus der Pro B Süd absteigt.

Obwohl die Voraussetzungen für die Tropics auch in Rosenheim einmal mehr nicht optimal waren, starteten sie wie die Feuerwehr. Ohne den am Rücken lädierten Miljan Grujic, dafür aber mit Panama-Rückkehrer Janosch Kögler, eröffneten Malo Valérien und Torsten Walter die Partie mit zwei erfolgreichen Dreiern. Valérien, der bereits im Anfangsviertel neun Punkte markierte, war es auch, der die Tropics-Führung erstmals zweistellig werden ließ (20:10). In der Folge gelang aber kaum mehr etwas. Auch aufgrund der engen Linie der Schiedsrichter marschierten die Spartans immer wieder an die Freiwurflinie und kamen zu einfachen Punkten. Bis zum Viertelende verkürzten sie bis auf 17:22.

Die Gelbhemden verloren aber nur kurz die Kontrolle über die Partie. Schnell stellten sie sich auf die Linie der Männer in Orange ein. Zeichen der starken Tropics-Defense: Rosenheims Topscorer Jguwon Hogges gelangen in der ersten Halbzeit nur drei Punkte und Julien Lippert, am Ende mit 15 Rebounds, sicherte sich in Halbzeit Eins bereits sieben Abpraller. In der Offensive lief der Ball wieder besser, auch der Einsatz stimmte. Markus Hübner, der für Grujic in die Startformation rotierte, war mit acht Punkten maßgeblich an der 40:27-Halbzeitführung beteiligt.

Einzig Rosenheims mazedonischer Flügelspieler Aleksander Matoski konnte bis dahin offensiv Akzente setzen. Aber auch ihn hielten Valérien, Kögler und Walter unter Kontrolle. Bis fünf Minuten im dritten Abschnitt schien es ein entspannter letzter Ausritt für die Tropics zu werden (52:34). Wieso man dann komplett den Faden verlor bleibt wohl ein Geheimnis der Mannschaft. Schon zum Viertelende bahnte sich die Rosenheimer Aufholjagd an (52:40).

Zwar ließen die Tropics noch einmal kurz die Muskeln spielen und zogen etwas davon (62:44). Doch der Schlendrian war im Spiel der Gelbhemden angekommen. 21 Ballverluste, davon allein acht im Schlussabschnitt, sprechen für sich. Ein 16:3-Lauf der Spartans machte die Partie noch einmal spannend. Vor allem Hogges war nun im Spiel. Der quirlige US-Amerikaner erzielte 15 seiner am Ende 20 Punkte in dieser Phase. Erst Valérien erlöste seine Farben mit einem Dreier. Der Go-to-Guy der Tropics war es am Ende dann auch, der mit einem erfolgreichen Freiwurf das Spiel beendete.

„Das war heute ein hartes Stück Arbeit“, sagte Valérien danach. Harte Arbeit, an der die Tropics auch selbst schuld sind. Neben den vielen Ballverlusten ist eine Quote an der Freiwurflinie von 47 Prozent schlicht nicht genug. „Jetzt machen wir alle erst einmal Urlaub“, erzählte Maras.

Für die Tropics spielten: Börstler (5 Pkt.), Lippert (9 Pkt./15 Reb.), Walter (5 Pkt./6 Reb.), Kögler (3 Pkt.), Sperber (3 Pkt.), Friis (12 Pkt.), Valérien (21 Pkt./5 Ass.), Hübner (13 Pkt./6 Reb.)

Suchen

Benutzeranmeldung

Social Network

Die ständigen Mitglieder:

 

LV Bayern

LV Sachsen

LV Thüringen

 

Copyright © 2017. All Rights Reserved.