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SB: Longhorns - 23

Was hat diese junge wilde Truppe aus Herzogenaurach in dieser Saison nicht alles geschafft? Waren die 1.Regionalliga Basketballer der TSH zu Saisonbeginn noch der Topfavorit auf den Abstieg und wurden in der Hinrunde noch etliche Spiele deutlich mit weit mehr als 30 Punkten verloren, wendete sich ab Dezember so langsam das Blatt.

Die vielen jungen Spieler der Longhorns hatten sich an das Niveau der Regionalliga angepasst und teilweise gar überschritten, denn in der Rückrunde wurde ernst gemacht. Mit dem 82:75 – Erfolg in Erfurt im letzten Saisonspiel am vergangenen Samstag schließen die Herzogenauracher die Tabelle auf dem achten Tabellenrang ab und haben mit einer Rückrundenbilanz von 8:5 – Siegen eine der besten Rückrunden der Liga hingelegt. Somit können die Aurachstädter mit absolutem Stolz auf ihre Entwicklung schauen, müssen und werden natürlich mindestens genauso hart weiter arbeiten, da das Ziel der jungen Spieler ja nicht Regionalliga Basketball ist, sondern stark in Richtung Profibereich konzentriert ist. Die Erfurter, welche sich in ihrer ersten Saison gleich in der Liga etabliert haben, schließen die Saison auf dem elften Tabellenrang ab und haben 10:16 – Siege vorzuweisen und können damit höchst zufrieden sein.

„Wir haben in dieser Saison einen extremen Lernprozess durchgemacht. Zu Beginn der Saison mussten wir lernen, wie man körperlichen Basketball spielt und mit welchem Tempo in der Regionalliga agiert wird. Hier mussten wir viel Lehrgeld zahlen, was sich aber schlussendlich als hilfreich herausgestellt hat. Denn zum Ende der Saison hin konnten wir häufig sogar den Spieß herumdrehen und selbst über Körperlichkeit und Tempo dominieren. Für die erste Saison in dieser Konstellation und nach dem großen Umbruch können wir durchaus zufrieden sein. Aber natürlich wollen wir nächstes Jahr wieder einen Schritt nach vorne machen und wir sind absolut zuversichtlich, dass dies auch gelingt.“ So ein sehr zufriedener Longhornscoach Mario Dugandzic.

Zu Beginn des Spiels war Dugandzic aber noch nicht so zufrieden, denn dort wurden seine Mannen nach der langen Anreise von den Erfurter förmlich überrannt. Der beste Erfurter Brian Wannamaker legte los wie die Feuerwehr und zog immer wieder mit Höchstgeschwindigkeit zum Korb und schloss dort sicher ab. Die Longhorns waren derart schnell mit 14:6 im Hintertreffen, doch so langsam sollten sie sich akklimatisieren. Ohne den kurzfristig erkrankten Mike Kaiser übernahm Nelson Weidemann die Verantwortung in der Offensive und brachte die Seinigen wieder ins Spiel. Mit einem Dreier und einem weiteren Korbleger gingen die TSHler gar zwei Minuten vor Viertelende in Führung, aber die Thüringer schlugen noch mal zurück und Damian Cortes brachte die Hausherren zur Viertelpause mit 27:24 in Führung.

Im zweiten Viertel stellten die Herzogenauracher die Verteidigung um und erhöhten gleichzeitig die Intensität um ein Vielfaches. Die Erfurter wussten gar nicht mehr, wo oben und unten war und leisteten sich etliche Ballverluste. Die Longhorns hatten aber leider ihrerseits noch Probleme im Abschluss und vergaben viele leichte Würfe. Dennoch konnten sie die Führung erobern und das Viertel mit 12:17 gewinnen. Folglich lagen sie mit 39:41 zur Halbzeitpause in Front.

Wer aber nun gedacht hatte, das Spiel sei gelaufen, hatte nicht mit dem Kampfeswillen der Erfurter gerechnet. Denn diese hatten sich in der Pause etliche Gegenmaßnahmen gegen die Herzogenauracher Verteidigung einfallen lassen und kamen nun wieder konstant zu Punkten. Die Longhorns spielten sich zwar weiterhin viele gute Würfe heraus, aber Fortuna war ihnen an diesem Tag einfach nicht holt. Und so konnten die Hausherren die Führung wieder zurückgewinnen und gingen mit einer 60:56 – Führung in den Schlussabschnitt.

Hier dachten sich die Herzogenauracher aber nun, wenn wir schon kein Glück haben, dann zwingen wir den Ball einfach durch den Korb. Die Folge war, dass die Aurachstädter ihr Spiel unter dem Korb forcierten und immer wieder Monty Rogers, Willy Inkulu und Braslav Turic fanden. Diese arbeiteten sich dann zum Korb durch und warfen und reboundeten einfach so lange, bis der Ball durch den Korb fallen musste. Hinten hielten Haris Hujic und Markus Person die Fahne hoch und erkämpften sich einige Ballgewinne und all dies zusammen führte dazu, dass die Herzogenauracher schließlich verdient mit 82:75 reüssieren konnten und so die Saison erfolgreich abschließen konnten.

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