1. Regionalliga Herren

2. Regionalliga Herren & Regionalliga Damen

"Sensationell!"

Dieses Wort beschreibt alles, was sich am Samstagabend in der Sporthalle des Gymnasiums zu Hezogenaurach zugetragen hat. Hier der Underdog aus der Aurachstadt, der derzeit den neunten Tabellenplatz in der 1.Basketball Regionalliga inne hat und da auf der anderen der große FC Bayern München, für den der Aufstieg schon gemachte Sache war, aber dennoch in Bestbesetzung angetreten war und von Beginn an klar machte, dass sie nicht nach Herzogenaurach gekommen waren, um hier irgendwelche Punkte zu verschenken. Aber dann spielten diese jungen und faszinierten Longhorns auf einem derart hohem Niveau Basketball, dass sich auch die Überbayern nicht gegen die 66:61 - Niederlage wehren konnten.

Denn von Start weg agierten die TSHler auf einem körperlichen Niveau, das man selten in Herzogenaurach gesehen hat. Nachdem den Longhorns der Hinrunde noch häufig mangelnder Einsatz in der Defensive und Softheit vorgeworfen wurde, spielten sie diesmal mit allerhöchster Intensität und konnten sich so nach fünf Spielminuten auf 18:6 absetzen. Die Bayern fanden kein Mittel, um regelmäßig in die Zone der Herzogenauracher einzudringen und von dort entweder abschließen zu können oder das weitere Spiel zu eröffnen. So mussten sie stets schwere Würfe nehmen, die dementsprechend niederprozentig fielen und die TSH nutzte die Rebounds, um per Fast Break erfolgreich abzuschließen. Doch nach einer Münchner Auszeit erhöhten auch sie die Schlagzahl in der Defensive und die Punkteprodukiton verebte und die Bayern holten bis zur Viertelpause auf 19:14 auf.

Was nun folgte, war sicher kein schöner Basketball, aber dafür eine wahre Defensivschlacht und blieb deshalb trotzdem hoch interessant. Keine Mannschaft gab auch nur einen Zentimeter nach und Willy Inkulu und Braslav Turic bildeten das Zonenbollwerk für die TSH. Insbesondere Inkulu eroberte sich gegen die physisch extrem starken Münchner Centerspieler Rebound um Rebound und hielt so die Seinigen mit in Front. Im Angriff konnten vor allem Haris Hujic und Nelson Weidemann Akzente setzen und so gingen die Longhorns mit einer 40:31 - Führung in die Halbzeit.

Im dritten Viertel sollten dann die Bayern noch mal intensiver zu Werke und konnten dadurch sukzessive verkürzen. In der Offensive übernahm Marvin Ogunsipe die Verantwortung für die Landeshauptstädter und markierte acht seiner vierzehn Punkte allein in diesem Viertel. Dabei behauptete er sich meist über seine Athletik und hämmerte dementsprechend auch zwei mächtige Dunkings durch die Reuse. Nach vier Minuten stand es dann nur noch 44:40 für die TSH. Doch dann kamen die Herzogenauracher über die Routiniers Mike Kaiser und Monty Rogers zurück in ihren Rhythmus und konnten bis zur Viertelpause die Führung wieder bis auf 54:46 ausbauen.

Den besseren Start in den Schlussabschnitt erwischten dann die Bayern, welche bis auf drei Punkte (58:55) an die TSH herankommen konnten und das Momentum schien zu kippen. Doch dann sprintete Braslav Turic nach einem Münchner Fehlwurf allen davon und stopfte den Ball durch die Reuse des Glücks. Die Halle explodierte förmlich und alle gut 250 Zuschauer waren komplett in der Situation gefangen und feuerten fortan aus ganzem Herzen an. Die davon angetriebenen Herzogenauracher kämpften und rackerten ohne Ende und so gelang es ihnen, den Vorsprung nicht mehr unter fünf Punkte zu fallen zu lassen und schließlich gewannen die Herzogenauracher verdient mit 66:61 und bestätigten damit ihre furiose Entwicklung in dieser Saison. Die Bayern mussten unter dessen unter dem Schmähgesang "Zieht den Bayern die Lederhose aus" die Niederlage eingestehen und sich mit dem trotzdem sicheren Aufstieg begnügen.

"Das war heute ein perfekter Abend. Es herrschte durchgehend eine extreme Intensität im Spiel, was dazu führte, dass sich beide Mannschaften sehr schwer taten, eine offensiven Rhythmus zu entwickeln. Aber dafür haben wir uns hervorragend geschlagen und die mit SIcherheit beste Mannschaft der Liga besiegt. Dies zeigt, dass sich unser Arbeit lohnt und wir uns auf dem richtigen Weg befinden. Jetzt wird erstmal gefeiert und geht dann wollen wir das letzte Saisonspiel in Erfurt auch noch erfolgreich bestreiten." So Longhornscoach Mario Dugandzic zum Spiel.

Punkteverteilung: Teka, Koulibaly 3, Weidemann 10, Ghotra 8, Person, Turic 6, Rogers 8, Hujic 14, Meredith 3, Inkulu 5, Kamdem 1.

Suchen

Benutzeranmeldung

Social Network

Die ständigen Mitglieder:

 

LV Bayern

LV Sachsen

LV Thüringen

 

Copyright © 2017. All Rights Reserved.